- 10.10.2009, 09:00:28
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ARBÖ: Kürzer ist besser - Nur noch zwei Stellen hinter Komma bei Spritpreisen
Weniger Kommastellen sind leichter zu merken und besser zu vergleichen
Wien (OTS) - Um Transparenz und Wettbewerb bei den Spritpreisen zu
steigern, schlägt der ARBÖ vor, die Spritpreise auf zwei Ziffern
hinter dem Komma zu reduzieren. "Zwei Stellen hinter dem Komma sind
besser zu sehen und leichter im Gedächtnis zu behalten. Damit fällt
es den Autofahrerinnen und Autofahrern viel leichter, die Preise zu
vergleichen und die günstigste Tankstelle herauszufinden. Das ist
konsumentenfreundlicher und belebt den Wettbewerb", begründet Mag.
Lydia Ninz, Leiterin der ARBÖ Interessensvertretung und
Öffentlichkeitsarbeit.
Immerhin vergleichen die meisten Autofahrer (44 Prozent laut
jüngster ÖKONSULT-Umfrage) die Preise während des Autofahrens.
Änderungen an der dritten Kommastellen fallen weniger auf und sind
komplizierter zu berechnen. "Man braucht keine Blickforscherin zu
sein, um zu wissen: Kürzer ist besser", so Ninz. Wer etwa den
Unterschied zwischen 0,949 und 0,942 Euro herausrechnen muss tut sich
schwerer als beim Vergleich zwischen zweistelligen Ziffern 0,95 sowie
0,94 Euro.
Der ARBÖ führt noch weitere Argumente für kürzer dargestellte
Preise ins Treffen: Erstens gibt es im Handel keinen einzigen
Artikel, der in dreistelligen Dezimalzahlen ausgepreist ist. Zweitens
gibt es beim Zahlen als kleinste Einheit den Cent und keinen
Zehntel-Cent. Drittens handelt es sich bei den drei Dezimalstellen an
den Tankstellen um ein Relikt aus der Umstellungszeit vom Schilling
in Euro. "Die rechtliche Grundlage dafür ist längst weggefallen, denn
das Euro-Währungsangabengesetz (EWAG) gilt in Österreich schon seit
31. Dezember 2002 nicht mehr", untermauert der Leiter des
ARBÖ-Rechtsreferats Dr. Ralf Hasler.
Zur Erinnerung: Um den Tankstellen die doppelte Preisauszeichnung
in der Umstellungszeit zu ersparen (als noch beide Währungen galten)
und ungerechtfertigte Rundungsdifferenzen zu verhindern, hat man
seinerzeit bei den Tankstellen auf drei Dezimalstellen bestanden.
Und: Drei Stellen hinter dem Komma hat es in Schilling-Zeiten an den
Tankstellen niemals gegeben.
Laut aktueller Preisbeobachtung des ARBÖ enden derzeit 65 Prozent
der Spritpreise im Zehntel-Cent Bereich zwischen 5 und 9 (davon 62
Prozent zwischen 8 und 9), sodass bei einer Umstellung auf zwei
Kommastellen und bei kaufmännischer Rundung geringfügige
Preiserhöhungen nicht auszuschließen sind. Doch diese Anpassung
findet nur einmal statt und hat nur einen geringfügigen Effekt.
Dafür kann man in der Folge die Preise gezielter vergleichen und das
Preisbewusstsein aller Autofahrerinnen und Autofahrer schärfen. "Auf
längere Sicht fahren die Konsumenten besser, wenn die Spritpreise
transparenter und leichter vergleichbar sind", so der ARBÖ.
Sollten die Mineralölfirmen eine Umstellung auf zweistellige
Dezimalzahlen nicht freiwillig durchführen, sind Regierung,
zuständige Ministerien sowie das Parlament gefordert, im Sinne der
Konsumenten für transparente Spritpreise und bessere
Vergleichsmöglichkeiten zu sorgen. Nach wie vor fordert der ARBÖ,
dass die Preise für die einzelnen Treibstoffsorten an den
Anschlagstafeln vor den Tankstellen ("Totems") stets in der selben
Reihenfolge ausgewiesen werden, zuerst Diesel, dann Eurosuper 95 und
Normalbenzin. So ist es allen rascher möglich, "ihre" Sorte zu finden
und zu vergleichen.
Rückfragehinweis:
ARBÖ Interessensvertretung & Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Lydia Ninz
Tel.: (++43-1) 891 21-280, mobil: 0664/60 123 280
mailto:[email protected]
http://www.arboe.at
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