- 07.10.2009, 08:57:48
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Starkes, gemeinsames Regionslobbying für Baltisch-Adriatische Verkehrsachse
LH Dörfler und 13 Regionsvertreter unterzeichneten Deklaration in Brüssel - Unterstützung durch Verkehrskommissar Tajani - Empfang bei Österreichs EU-Botschafter
Klagenfurt (LPD) - Für die Umsetzung der Baltisch-Adriatischen
Verkehrsachse wird von den 20 an ihr liegenden Regionen das Lobbying
in Brüssel verstärkt. Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler ist
dazu mit 13 weiteren hochrangigen Regionsvertretern in die belgische
Hauptstadt gereist. Sie wollen die Entscheidungsträger der EU von der
wirtschaftlichen sowie verkehrs- und umweltschutztechnischen
Wichtigkeit der Hochleistungsbahnstrecke von Danzig nach Bologna
überzeugen. So soll die gesamte Strecke inklusive der Koralmbahn in
die prioritären Projekte der Transeuropäischen Netze (TEN)
aufgenommen werden. Gestern, Dienstag, am Abend unterzeichneten die
Regionsvertreter eine entsprechende Deklaration.
Der Kärntner Landeshauptmann betonte, dass die
Baltisch-Adriatische Verkehrsachse für ganz Europa von herausragender
Bedeutung sei. Er skizzierte auch die Wichtigkeit der Koralmbahn für
Kärnten. Sie werde dem Land vollen Zugang zu den europäischen und
globalen Märkten ermöglichen, nachhaltige Arbeitsplätze schaffen und
Kärntens Attraktivität als Wirtschaftsstandort fördern.
Die von Kärnten und der Steiermark initiierte Veranstaltung war
sehr gut und auch hochrangig besucht. Der Vizepräsident der
Europäischen Kommission, Verkehrskommissar Antonio Tajani, strich die
Baltisch-Adriatische Verkehrsachse als wichtiges Projekt hervor und
sagte seine Unterstützung zu. Das tat auch Europaparlamentarier Brian
Simpson, der Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Europaparlament
ist. Weiters waren mehrere Abgeordnete des Europäischen Parlaments
aus allen Unterzeichnerländern anwesend.
Die Deklaration zur Unterstützung der sofortigen Umsetzung der
Baltisch-Adriatischen Verkehrsachse haben gestern 14 Regionsvertreter
aus Österreich, Italien, Polen, der Tschechischen Republik und der
Slowakei gemeinsam in Brüssel unterzeichnet. Sechs weitere
Unterschriften werden noch folgen. Demnächst wird die Europäische
Kommission nämlich einen Vorschlag für die wichtigsten europäischen
Verkehrsprojekte einbringen, der vom Europäischen Parlament und den
27 Verkehrsministern beurteilt werden muss.
Mit der Deklaration streichen die Unterzeichner die Bedeutung der
Baltisch-Adriatischen Verkehrsachse hervor und sichern ihre
Unterstützung zu. Man verweist darin auf nachhaltige wirtschaftliche
Impulse durch das Projekt für Nord-, Ost- und Südosteuropa. Auch
erwartet man sich einen verbesserten Zugang zu europäischen Märkten,
die Bedeutungssteigerung für Häfen wie Venedig, Ravenna oder Triest
sowie eine Verbindung mit den boomenden asiatischen Märkten über den
Suez-Kanal. Hervorgehoben werden in der Deklaration auch die
Reduzierung von Verkehrsengpässen, der Umweltschutzaspekt durch die
Reduzierung von CO2-Emissionen sowie die Erhöhung der
Verkehrssicherheit. Die einzelnen Regionen verweisen außerdem auf
bessere Kooperationsmöglichkeiten untereinander.
Folgende Regionen haben die gemeinsame Deklaration unterzeichnet:
Kärnten, die Steiermark, Wien und Niederösterreich aus Österreich,
Friaul-Julisch Venetien, Veneto und Emilia Romagna aus Italien,
Jihomoravsky und Zlinsky aus der Tschechischen Republik sowie
Pomorskie, Warminsko-Mazurskie, Maszowieckie, Lódzkie und Slaskie aus
Polen.
Die Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt mit dem 32 Kilometer
langen Koralmtunnel ist das für Kärnten und die Steiermark so
wichtige Herzstück der Baltisch-Adriatischen Verkehrsachse. Zum 5,2
Mrd. Euro-Projekt tragen die Länder Kärnten und Steiermark jeweils
140 Mio. Euro bei (2008 - 2020). Bislang sind in Kärnten über 310
Mio. Euro verbaut und ein enormer Wertschöpfungs- und
Beschäftigungseffekt erzielt worden. Die verkehrsmäßige Durchbindung
von Klagenfurt bis Graz ist für 2016, die Gesamtfertigstellung für
2018 vorgesehen.
Nach der Lobbyingveranstaltung fand noch ein Empfang beim
ständigen Vertreter Österreichs bei der Europäischen Union, Hans
Dietmar Schweisgut, statt. Neben Kärntens Landeshauptmann Gerhard
Dörfler, dem steirischen Landeshauptmann Franz Voves,
Niederösterreichs Landesrätin Johanna Mikl-Leitner und dem Wiener
Gemeinderat Omar Al-Rawi nahmen daran die österreichischen Vertreter
im Ausschuss der Regionen sowie die Brüsselkorrespondenten der
heimischen Medien teil.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
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