• 03.10.2009, 09:53:05
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Pöchhacker: Sachverhaltsdarstellung des Aufsichtsrats geht kommende Woche an die Staatsanwaltschaft

Wien (OTS) - ÖBB-Aufsichtsratspräsident Horst Pöchhacker
bekräftigt, dass von Seiten des Unternehmens alles unternommen wird,
um den Datenmissbrauch transparent und nachvollziehbar
aufzuarbeiten."Und wir haben sichergestellt, dass solche Praktiken
abgestellt wurden und für die Zukunft ausgeschlossen sind", betont
Pöchhacker. Er kündigte an, dass die Sachverhaltsdarstellung, die vor
kurzem im Aufsichtsrat beschlossen wurde, in der kommenden Woche an
die Staatsanwaltschaft übermittelt wird. ****

Das Unternehmen hat jedes Interesse an einer restlosen Klärung der
Vorwürfe, so Pöchhacker. Daher hat man sich dafür entschieden, sowohl
bei der Sachverhaltsdarstellung als auch bei der
Untersuchungskommission unabhängige, externe Experten beizuziehen.
Weiters macht der Aufsichtsratsvorsitzende klar, dass auch alle
Vorwürfe im Hinblick auf dienstrechtliche Verfehlungen genau
untersucht werden.

Zur derzeitigen parteipolitischen Diskussion merkte Pöchhacker an:
"Wir sind dabei, mit einer offensichtlich rechtswidrigen Praxis
aufzuräumen, die vor etlichen Jahren ihren Anfang genommen hat. Dass
jetzt ausgerechnet die in der Kritik stehen, die das Problem lösen,
und nicht die, die es verursacht haben, erscheint einigermaßen
paradox."

Grundsätzlich hält der ÖBB-Aufsichtsratspräsident fest, "dass jedes
Unternehmen etwas tun muss, wenn die Krankenstandszeiten seiner
Mitarbeiter überdurchschnittlich hoch sind. Aber dass dies natürlich
rechtskonform sein muss, ist keine Frage".

Abschließend betonte Pöchhacker, dass es sehr bedauerlich sei, dass
die aktuelle Debatte mitunter auf Kosten der 42.000 MitarbeiterInnen,
die tagtäglich hervorragende und verantwortungsvolle Arbeit leisten,
ausgetragen werde.

Rückfragehinweis:
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