• 02.10.2009, 20:03:07
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Neues Volksblatt: "Sachpolitik" (von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 3. Oktober 2009

Linz (OTS) - Ein oft gehörter Spruch lautet: "Nach der Wahl ist
vor der Wahl". Diese Weisheit ist gefährlich. Dann nämlich, wenn
damit gemeint ist, dass man nach einer Wahl bereits wieder auf die
nächste schielt und Entscheidungen danach trifft, ob sie in fünf oder
sechs Jahren Stimmen bringen. Sicher, Wahlergebnisse müsse daraufhin
analysiert werden, was man vielleicht anders machen könnte beim
nächsten Mal. Und es kann - siehe SPÖ in OÖ. - auch die Notwendigkeit
personeller Veränderungen geben. Doch abgesehen davon sind die Zeiten
nach der Wahl in erster Linie dazu da, die Weichen für die Sacharbeit
zu stellen und eben diese Sacharbeit wieder aufzunehmen. Dies gilt
nach jeder Wahl, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten aber umso mehr.
Genau das ist jetzt die Situation in Oberösterreich. Dieses Land und
seine Menschen haben ein Anrecht auf eine Sachpolitik, die ihnen bei
der Bewältigung ihrer Probleme zur Seite steht. Und die Menschen
haben ein Anrecht darauf, dass die Parteien ihre Hausaufgaben, die
aus dem Wahlergebnis resultieren, rasch erledigen, um Kopf und Hände
frei zu haben für diese Sachpolitik. Die Dinge lassen sich auch
ruhiger und emotionsloser angehen, wenn keine Wahl ins Haus steht.
Das sollte genützt werden.

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