Neues Volksblatt: "Sachpolitik" (von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 3. Oktober 2009

Linz (OTS) - Ein oft gehörter Spruch lautet: "Nach der Wahl ist
vor der Wahl". Diese Weisheit ist gefährlich. Dann nämlich, wenn damit gemeint ist, dass man nach einer Wahl bereits wieder auf die nächste schielt und Entscheidungen danach trifft, ob sie in fünf oder sechs Jahren Stimmen bringen. Sicher, Wahlergebnisse müsse daraufhin analysiert werden, was man vielleicht anders machen könnte beim nächsten Mal. Und es kann - siehe SPÖ in OÖ. - auch die Notwendigkeit personeller Veränderungen geben. Doch abgesehen davon sind die Zeiten nach der Wahl in erster Linie dazu da, die Weichen für die Sacharbeit zu stellen und eben diese Sacharbeit wieder aufzunehmen. Dies gilt nach jeder Wahl, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten aber umso mehr. Genau das ist jetzt die Situation in Oberösterreich. Dieses Land und seine Menschen haben ein Anrecht auf eine Sachpolitik, die ihnen bei der Bewältigung ihrer Probleme zur Seite steht. Und die Menschen haben ein Anrecht darauf, dass die Parteien ihre Hausaufgaben, die aus dem Wahlergebnis resultieren, rasch erledigen, um Kopf und Hände frei zu haben für diese Sachpolitik. Die Dinge lassen sich auch ruhiger und emotionsloser angehen, wenn keine Wahl ins Haus steht. Das sollte genützt werden.

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