- 02.10.2009, 12:15:24
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Grünewald: Weniger Bildung in Krisenzeiten?
Grüne fordern akkordierte Ausbildungs- und Qualitätsoffensive im tertiären Bildungsbereich
Wien (OTS) - "Wenn sich alle einig sind, dass breiteren
Bevölkerungsschichten der Zugang zu höherer Bildung ermöglicht werden
sollte und höhere Bildung ein wesentlicher Beitrag zur
Wirtschaftsentwicklung und Krisenbekämpfung ist, dann müssen hier
auch budgetäre Zeichen gesetzt werden", fordert der
Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, der sich ein klares
politisches Bekenntnis von Finanzminister Pröll wünscht. "Wenn das
Bildungsbudget für den tertiären Bereich nicht endlich auf
international herzeigbares Niveau angehoben wird, wird sich
Österreich von den hehren Zielen, Österreich unter den drei
innovationsstärksten Ländern Europas zu positionieren, wohl endgültig
verabschieden müssen".
.
Der Vorsitzende der Rektorenkonferenz, Rektor Badelt von der
Wirtschaftsuniversität Wien, deren Neubau anstelle der bisher
kolportierten 250 Mio. Euro nun laut Aussagen der BIG übrigens 490
Mio. Euro netto kosten wird, kritisiert, dass die Abschaffung der
Studiengebühren sowie die Lockerung der Zugangsbeschränkungen die
Schuld an den heillos überfüllten Hörsälen und fehlenden Kapazitäten
der Universitäten trägt. Wir kennen die Knappheit universitärer
Ressourcen und die Probleme, noch mehr Studierende qualitativ
ausreichend gut zu betreuen. Deswegen Studierenden aber zu
vermitteln, man fürchte sich vor ihnen und könne sie nicht brauchen,
ist allerdings ein fatales Signal", warnt Grünewald und fordert
parteiübergreifende Gespräche über ein Bildungsprogramm, welches die
stufenweise Erhöhung von Studierendenzahlen unter gleichzeitiger
Qualitätskontrolle der Lehre zum Inhalt haben sollte.
Das Streben nach Bildung wird von Österreichs Politik unzureichend
gefördert: Die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2009" ("Education
at a Glance") bescheinigt Österreich eine unterdurchschnittliche
AkademikerInnenquote von derzeit 18 Prozent, also neun Prozentpunkte
unter dem aktuellen Schnitt der OECD-Länder. Auch die
Übertrittsquoten von MaturantInnen an die Universitäten liegen unter
dem OECD-Schnitt und bei der Entwicklung der Studierendenzahlen
hinkt Österreich ebenfalls hinterher.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6721, [email protected]
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