Grünewald: Weniger Bildung in Krisenzeiten?

Grüne fordern akkordierte Ausbildungs- und Qualitätsoffensive im tertiären Bildungsbereich

Wien (OTS) - "Wenn sich alle einig sind, dass breiteren Bevölkerungsschichten der Zugang zu höherer Bildung ermöglicht werden sollte und höhere Bildung ein wesentlicher Beitrag zur Wirtschaftsentwicklung und Krisenbekämpfung ist, dann müssen hier auch budgetäre Zeichen gesetzt werden", fordert der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, der sich ein klares politisches Bekenntnis von Finanzminister Pröll wünscht. "Wenn das Bildungsbudget für den tertiären Bereich nicht endlich auf international herzeigbares Niveau angehoben wird, wird sich Österreich von den hehren Zielen, Österreich unter den drei innovationsstärksten Ländern Europas zu positionieren, wohl endgültig verabschieden müssen".
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Der Vorsitzende der Rektorenkonferenz, Rektor Badelt von der Wirtschaftsuniversität Wien, deren Neubau anstelle der bisher kolportierten 250 Mio. Euro nun laut Aussagen der BIG übrigens 490 Mio. Euro netto kosten wird, kritisiert, dass die Abschaffung der Studiengebühren sowie die Lockerung der Zugangsbeschränkungen die Schuld an den heillos überfüllten Hörsälen und fehlenden Kapazitäten der Universitäten trägt. Wir kennen die Knappheit universitärer Ressourcen und die Probleme, noch mehr Studierende qualitativ ausreichend gut zu betreuen. Deswegen Studierenden aber zu vermitteln, man fürchte sich vor ihnen und könne sie nicht brauchen, ist allerdings ein fatales Signal", warnt Grünewald und fordert parteiübergreifende Gespräche über ein Bildungsprogramm, welches die stufenweise Erhöhung von Studierendenzahlen unter gleichzeitiger Qualitätskontrolle der Lehre zum Inhalt haben sollte.

Das Streben nach Bildung wird von Österreichs Politik unzureichend gefördert: Die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2009" ("Education at a Glance") bescheinigt Österreich eine unterdurchschnittliche AkademikerInnenquote von derzeit 18 Prozent, also neun Prozentpunkte unter dem aktuellen Schnitt der OECD-Länder. Auch die Übertrittsquoten von MaturantInnen an die Universitäten liegen unter dem OECD-Schnitt und bei der Entwicklung der Studierendenzahlen hinkt Österreich ebenfalls hinterher.

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