Zugang zu Medizin in Entwicklungsländern: eine echte Herausforderung für GSK

75 % Preisreduktion, eigenes Forschungszentrum, neues HIV-Unternehmen, Re-Investition in Infrastruktur

Wien (OTS) - In Ländern der Vierten Welt gibt es nicht genug Lebensmittel, kaum sauberes Wasser, zu wenig Spitäler und Ärzte, ... und letztlich auch keinen einfachen Zugang zur Gesundheitspflege. Die größte Barriere ist Armut.

Andrew Witty anläßlich seines Aufenthalts in den Slums in Afrika im Juli 2009: "Natürlich möchte ich, dass GSK als Pharmaunternehmen erfolgreich ist, aber nicht, indem wir die Bevölkerung in Afrika zurücklassen. Seit meinem Amtsantritt als CEO von GlaxoSmithKline im Mai 2008 haben wir unsere Patente in einen Patentpool für vernachlässigte Krankheiten in Entwicklungsländern eingebracht, wir haben die Preise um bis zu 75 % reduziert, wir haben uns dazu verpflichtet, 20 % unseres Gewinns in die Infrastruktur vor Ort zu reinvestieren und wir haben neue Initiativen im HIV-Bereich gestartet, um bessere Behandlungsmöglichkeiten für Kindern zu finden. Ich kann Ihnen versprechen, dass wir uns auch in Zukunft proaktiv einbringen werden."

Vorzugspreise

Impfungen retten weltweit das Leben von bis zu drei Millionen Kindern pro Jahr. Damit Impfstoffe und Antibiotika für die Bevölkerung in Entwicklungsländern leistbar sind, verrechnet GSK seit über 20 Jahren Vorzugspreise. Seit 2009 wird für alle patentgeschützten Präparate maximal ein Viertel des Preises verrechnet, der für den Rest der Welt gilt. Für GSK bedeutet das eine Preisreduktion von durchschnittlich 45 %. GSK liefert über Organisationen wie WHO und UNICEF einen Großteil seiner gesamten Impfstoffproduktion (7,5 - 9 von 10 Dosen) an Entwicklungsländer.

Investitionen in Forschung & Entwicklung

Die drei Top-Krankheiten laut WHO sind HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria. GSK forscht als eines der wenigen Pharmaunternehmen sowohl an Mitteln zur Prävention als auch zur Behandlung. Das Forschungszentrum in Tres Cantos (Spanien) konzentriert sich ausschließlich auf Krankheiten in Entwicklungsländern.

Um HIV-Infizierten - vor allem Kindern - eine bessere Zukunft bieten zu können, wurde im April 2009 in Kooperation mit Pfizer ein neues HIV-Unternehmen gegründet.

Seit über 20 Jahren forscht GSK an einem Malaria-Impfstoff. Jetzt ist die Zulassung in greifbarer Nähe. Wenn auch noch die letzten Studien (Phase III) erfolgreich sind, kann Anfang 2011 die Registrierung erfolgen.

Gemeinnützige Projekte vor Ort

Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria, pro Jahr sterben mehr als zwei Millionen Menschen an Durchfallerkrankungen, in den letzten 25 Jahren sind über 20 Mio. Menschen an AIDS gestorben (33 Mio. leben damit), an LF (Lymphatic Filariasis, Elefantenkrankheit) sind derzeit über 120 Mio. Menschen erkrankt und über eine Milliarde ist gefährdet.

Um vor Ort zu helfen, hat sich GSK zu langfristiger Unterstützung verpflichtet:

  • "Positive Action" im Kampf gegen HIV/AIDS mit Investitionen von 70 Millionen Dollar in 63 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa seit seiner Gründung im Jahr 1992.
  • GSK hat sich vorgenommen, die Elefantenkrankheit in einem Zeitraum von 20 Jahren auszurotten und dazu in den letzten 11 Jahren mehr als 1 Milliarde Tabletten gratis zur Verfügung gestellt. Mittlerweile hat sich gezeigt, dass in den nächsten 9 Jahren weitere 5 Milliarden Tabletten notwendig sein werden, um dieses Ziel zu erreichen.
  • "PHASE" (Personal Hygiene And Sanitation Education) wurde ebenfalls 1998 gestartet. Studien belegen, dass Durchfallerkrankungen in den Schulen in Kenyan/Ongielo seither um 40 % gesunken sind.
  • Im Jahr 2001 wurde die African Malaria Partnership gegründet. GSK hat in den letzten 8 Jahren über 3 Millionen Dollar in Prävention und Behandlung von Malaria in Schwarzafrika investiert.

Innovative Partnerschaften & Fonds für Afrika

HIV/AIDS ist in Schwarzafrika ein massives Problem. Um die Produktionskapazitäten zu erhöhen und den Zugang zu Medizin zu verbessern, hat GSK acht Lizenzen an lokale Generikahersteller vergeben. Im Jahr 2008 konnten damit rund 280 Millionen Tabletten zusätzlich produziert werden.

Nach seiner Rückkehr aus Kenya und Uganda hat Andrew Witty einen "GSK Challenge Fund" gegründet, um die Arbeit von AMREF (African Medical & Research Foundation) in Kibera zu unterstützen. Zielsetzung ist die Aufbringung von 50.000,- Pfund bis 21. Oktober 2009. Per Mitte September wurden LB 15.705,- gespendet.

Andrew Witty bei seinem Besuch in Katine, Afrika: "Was wir mit den Jahren gelernt haben: Ohne die notwendige Infrastruktur wird der Zugang zu Medizin denjenigen, die ihn brauchen auch weiterhin nicht möglich sein - ganz gleich, wie stark die Preise reduziert werden. In Ländern wie Uganda sind die großen Warenhäuser am Hafen voll mit Medikamenten, aber die Regale in der Apotheke in Katine sind leer."

Video von Andrew Witty's Afrika-Aufenthalt im Juli 2009
Andrew Witty mit Studenten in Kibera, Kenia

Rückfragen & Kontakt:

Dipl.-Kffr. Martha Bousek
GlaxoSmithKline Pharma GmbH
Tel. + 43 1 97075-0
martha.j.bousek@gsk.com
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