- 02.10.2009, 10:30:12
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Gesund durch Vorsorge: Ärztekammer präsentiert Themenschwerpunkt "Krebs"
Dorner: "Kampf gegen Krebs muss oberste Priorität haben" - In Österreich noch immer die zweithäufigste Todesursache
Wien (OTS) - Für "mehr Engagement im Kampf gegen Krebs" sprach
sich heute, Freitag, Ärztekammerpräsident Walter Dorner im Zuge einer
Pressekonferenz aus. Durch "gezielte Intervention" könnten bei rund
einem Drittel der Krebserkrankungen die Ursachen beeinflusst werden.
Dorner präsentierte im Rahmen der Präventionskampagne der Ärztekammer
"Gesund durch Vorsorge" einen Informationsfolder zum Thema
"Frühzeitig. Regelmäßig. Krebs vorbeugen."
Pro Jahr werden in Österreich etwa 19.500 Männer und 17.400 Frauen
mit einer Krebsdiagnose konfrontiert. Jährlich sterben 9.000 Frauen
und 10.000 Männer an Krebs. Krebsleiden sind damit in Österreich die
zweithäufigste Todesursachengruppe und für etwas mehr als ein Viertel
aller Todesfälle verantwortlich.
"Der Kampf gegen den Krebs muss daher für uns alle oberste Priorität
haben", so Dorner. Dazu sei es notwendig, Maßnahmen zu ergreifen, mit
denen noch mehr Neuerkrankungen vermieden werden können.
Mögliche Maßnahmen beinhalten etwa eine bewusste Lebensführung sowie
auch gesunde Ernährung. Zudem sei es hilfreich, die Finger von
Zigaretten und Co. zu lassen und den Körper ausreichend zu bewegen,
so Dorner. Auf diese Weise könne das Risiko, an Krebs zu erkranken,
deutlich gesenkt werden.
Neun modifizierte Risikofaktoren mit Einfluss auf
Krebserkrankung
"Letztendlich gibt es neun Risikofaktoren, die für ein Drittel aller
durch Krebs ausgelösten Todesfälle verantwortlich sind", erklärte die
Sozialmedizinerin Anita Rieder vom Institut für Sozialmedizin,
Zentrum für Public Health, der Medizinischen Universität Wien. Es
handelt sich dabei um Tabak, Fehlernährung, Bewegungsmangel,
Fettleibigkeit, Alkohol, Schadstoffe am Arbeitsplatz, Umweltgifte,
Krankheitserreger sowie die Sonnenexposition.
Rieder weist auch darauf hin, dass es Risikofaktoren gibt, die für
Männer und Frauen eine unterschiedliche Bedeutung oder Gewichtung
haben können. Als Beispiel führt die Expertin die Wirkung von
Alkoholkonsum auf Brustkrebs an. "Alkoholkonsum ist ein Risikofaktor
für Brustkrebs. Bereits bei moderater Menge zeigt sich, dass das
Risiko ansteigt, an Brustkrebs zu erkranken", so Rieder.
Faktisch jede Krebsart bei Früherkennung bereits heilbar
"Durch die Verbesserung der Therapiemöglichkeiten ist es heutzutage
so, dass wir bei rechtzeitiger Erkennung faktisch jede Krebsart
heilen können", ergänzte Michael Gnant von der Wiener
Universitätsklinik für Chirurgie. Die meisten Krebserkrankungen
seien, wenn sie im Frühstadium erkannt werden, "so heilbar, dass man
nicht dran sterben muss".
Mit zielgerichteten Therapien könne man heute "sehr nebenwirkungsarm"
behandeln. Auch die Tatsache, dass "wir heute das Prinzip der
Interdisziplinarität kennen", habe zu einer Verbesserung der
Behandlung geführt, betonte Gnant bei der Präsentation der
Ärztekammer-Kampagne. Konkret bedeutet das, dass die besten Ärztinnen
und Ärzte gemeinsam ein Behandlungskonzept erarbeiten und es dadurch
zu ganz neuen Formen der Zusammenarbeit kommt.
Informationsmaterialen mit Vorsorge-Maßnahmen
Um die Patientinnen und Patienten verstärkt auf mögliche
Präventionsmaßnahmen zu Krebserkrankungen aufmerksam zu machen, hat
die Ärztekammer Informationsmaterialien (Folder und Plakat) erstellt,
die ab der kommenden Woche in den Ordinationen der niedergelassenen
Ärztinnen und Ärzte in Wien aufliegen werden.
"Die Ärztekammer wendet sich damit an all jene, die sich gemäß dem
Motto 'Frühzeitig. Regelmäßig. Krebs vorbeugen' über die Vermeidung
von Krebserkrankungen informieren und rechtzeitig vorsorgen wollen",
so Dorner.
(S E R V I C E: Die Informationsbroschüren "Frühzeitig. Regelmäßig.
Krebs vorbeugen." werden österreichweit und kostenlos zugesandt.
Anforderungen bitte an die Pressestelle der Ärztekammer für Wien,
Tel.: 01/51501-1223 DW, E-Mail: [email protected].) (kp)
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle
Mag. Kristin Posch
Tel.: (++43-1) 51501/1407, 0664/8109692, F:51501/1289
mailto:[email protected]
http://www.aekwien.at
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