• 02.10.2009, 10:14:25
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Österreichs Wirtschaftswachstum dreht im 2. Halbjahr wieder ins Plus

Ergebnisse des OeNB-Konjunkturindikators vom Oktober 2009

Wien (OTS) - Die Konjunkturaussichten für das 2. Halbjahr haben
sich zuletzt deutlich verbessert. Gemäß den aktuellen Ergebnissen des
OeNB-Konjunkturindikators ist für das 3. und 4. Quartal 2009 mit
einem Wachstum des realen BIP von jeweils 0,4% (saison- und
arbeitstägig bereinigt, im Vergleich zum Vorquartal) zu rechnen. Dies
bedeutet nach vier Quartalen mit schrumpfender Wirtschaftsleistung
eine Rückkehr zu positiven Wachstumsraten. Für das Gesamtjahr 2009
ergibt sich aufgrund des massiven Einbruchs zu Jahresbeginn ein
Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,6%. Die Wachstumsprognose für
das 2. Halbjahr beruht im Wesentlichen auf der Erholung weicher
Faktoren wie Finanzmarkt- und Stimmungsindikatoren. Angesichts der
noch ausstehenden Bestätigung durch Hard Facts wie
Industrieproduktion und Exporte ist das Prognoserisiko
überdurchschnittlich groß. Gegenüber der letzten Veröffentlichung des
Konjunkturindikators vom Juli 2009 wurde die Wachstumsprognose für
das 3. Quartal um 0,7 Prozentpunkte nach oben revidiert.

Wichtigster Grund für die nun deutlich besseren Wachstumsaussichten
im 2. Halbjahr ist die raschere Erholung der Weltwirtschaft. Dabei
erweisen sich die großen Emerging Markets China und Indien zunehmend
als globale Wachstumslokomotiven. Bereits im 2. Quartal ist das
Wachstum in fast allen großen Wirtschaftsräumen über den Erwartungen
gelegen.

Hinzu kommen zwei Faktoren, die das Wachstum im 2. Halbjahr
zusätzlich stützen. Einerseits tragen die Konjunkturpakete, die in
Österreich so wie in zahlreichen anderen Staaten eingeführt wurden,
zu einer Stabilisierung der Nachfrage bei. Andererseits lässt der in
den vergangenen Monaten beobachtete massive Abbau der Lager im 2.
Halbjahr positive Impulse der Lagerinvestitionen erwarten. Mit dem
Auslaufen dieser teils vorübergehend wirkenden Faktoren ist jedoch
die Gefahr einer Wachstumsabschwächung im Laufe des Jahres 2010
verbunden.

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt folgt der Realwirtschaft mit einer
Verzögerung von einigen Monaten. Bis August gingen gegenüber dem
Vergleichsmonat des Vorjahres 67.000 Arbeitsplätze verloren. Trotz
Kurzarbeit und vermehrter Schulungen stieg daher die Zahl der
Arbeitslosen im Jahresabstand um 55.000. Angesichts verhaltener
Wachstumsaussichten muss für heuer und nächstes Jahr von einem
weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit ausgegangen werden.

Die nächste Veröffentlichung des OeNB-Konjunkturindikators ist für
Jänner 2010 vorgesehen.

Herausgeber:
Oesterreichische Nationalbank
Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43-1-40420-6666

Rückfragehinweis:
Oesterreichische Nationalbank
Mag. Oliver Huber
Tel.: +43-1 404 20/6622
mailto:oliver.huber@oenb.at
www.oenb.at

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