Seniorenkongress I: Martin MAYR: Wird die Krise unseren Wohlstand fressen?

Der ehemalige Leiter der sozialpolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich zum Top-Thema des Jahres

Salzburg (OTS) - "Auch an den Pensionisten geht die Rezession
nicht spurlos vorbei", ist sich Dr. Martin Mayr bei der Diskussion mit mehr als 30 Teilnehmern sicher. Und er gibt gleich im Einstieg die Antwort auf die provokative Frage im Titel: "Nein, die Krise wird unseren Wohlstand nicht "fressen" - solange der Seniorenbund unsere Interessen konsequent vertritt und wenn nun endlich die lange angekündigten Reformen (zB der Verwaltung) gelingen!"

Dr. Angelika Kofler, die Leiterin der Abteilung Sozialforschung bei GfK Austria, weist in ihrer topaktuellen Seniorenstudie auf das Empfinden der Senioren hin: "Trotz geringer Verschuldung empfindet fast die Hälfte das tägliche Auskommen als problematisch. Die Mehrheit der befragten Senioren begegnet der Krise mit größerer Sparsamkeit."

Diese Einstellung unterstreicht laut Mayr einmal mehr: "Für die jährliche Pensionsanpassung muss in Zukunft der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) zu Grunde gelegt werden, um eine nachhaltige Werterhaltung der Pensionen zu garantieren. Hier befindet sich der Seniorenbund auf dem richtigen Weg und hoffentlich bald auf der Zielgeraden".

Am bestehenden Pensionsniveau dürfe auch angesichts einer wirtschaftlich schwierigen Situation nicht gerüttelt werden. "Die gesamte Wirtschaftsleistung und damit auch die Steuer- und die Sozialversicherungseinnahmen sind rückläufig. Doch jeder Pensionist liefert im Durchschnitt jährlich 2.312 Euro an Lohnsteuer ab (Zahlen 2007), die Pensionisten geben dem Staat also insgesamt 4,6 Mrd. Euro an Lohnsteuer zurück", betont der erfahrene Sozialpolitiker Mayr abschließend. Auch auf die Bedeutung der Pensionisten als Konsumenten könne in diesem Zusammenhang nicht verzichtet werden.

Die gesamte Unterlage zu "Arbeitskreis 1 - Wird die Krise unseren Wohlstand fressen?" gibt es zum Download auf www.seniorenbund.at .

Die aktuelle Seniorenstudie von GfK Austria wird der Österreichische Seniorenbund in den kommenden Wochen im Detail präsentieren - Termine folgen.

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Susanne Kofler
Tel: 0650-581-78-82
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