• 29.09.2009, 10:05:14
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Greenpeace und youngCaritas starten Aktion bärendienst.at

Ich möchte ein Eisbär sein, am kalten Polar!

Wien (OTS) - Greenpeace und youngCaritas, die Jugendplattform der
Caritas, haben heute Vormittag ihre Aktion bärendienst.at gestartet,
eine Kunstinstallation im öffentlichen Raum. Nach dem Konzept des
renommierten US-amerikanischen Straßenkünstlers Mark Jenkins werden
zwischen 29. September und 8. Oktober Eisbären österreichweit an
öffentlichen Plätzen auftauchen, um auf ihre missliche Situation
aufmerksam zu machen. "Eines der prominentesten Opfer des
Klimawandels ist der Eisbär, dem sein Lebensraum buchstäblich unter
den Tatzen wegschmilzt", so die Sprecherinnen der Organisationen
unisono, "Offenbar ist der Polar für den Eisbär nicht mehr kalt
genug". Mit der Kunstinstallation wollen die Organisationen im
Vorfeld der im Dezember stattfindenden Weltklimakonferenz in
Kopenhagen Bewusstsein für die ökologischen aber auch die sozialen
Herausforderungen der Klimaproblematik schaffen.

Noch wenig bekannt ist, dass Millionen Menschen das Schicksal des
Eisbären teilen werden. Die unmittelbaren Folgen des Klimawandels -
wie der Anstieg des Meeresspiegels, Dürren, Hunger, Überschwemmungen
- führen dazu, dass viele Menschen vor dem Verlust ihrer
Existenzgrundlagen und ihrer Heimat stehen. Der Klimawandel ist die
größte ökologische und soziale Herausforderung im 21. Jahrhundert.
Wissenschaftliche Studien belegen, dass bis ins Jahr 2050 bis zu 250
Millionen Menschen aufgrund der direkten Folgen des Klimawandels ihre
Heimat verlassen werden müssen.

"Bis 2020 muss der Ausstoß von Treibhausgasen weltweit um 40
Prozent reduziert werden, sonst kann das Ziel, die Erderwärmung unter
zwei Grad Celsius zu halten, nicht eingehalten werden", erklärt
Melanie Beran, Projektsprecherin von Greenpeace. "Zusätzlich braucht
es eine gesicherte Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen, um den
Entwicklungsländern bei der Anpassung an die Erderwärmung unter die
Arme zu greifen. Diese Länder kommen quasi unschuldig zum Handkuss,
denn verursacht haben den Klimawandel die Industriestaaten", so Beran
weiter. Vor allem fordert Greenpeace aber den sofortigen Stopp der
Abholzung der Regenwälder. Diese stellen einen unbedingt notwendigen
CO2-Speicherplatz dar.

Die Caritas fordert die Beschließung und Umsetzung eines
Maßnahmenbündels zum Schutz jener Menschen, die der Klimawandel
besonders hart trifft. "Jede weitere Veränderung der klimatischen
Bedingungen bedroht den Lebensraum und damit das Überleben der
Menschen, die in ländlichen Regionen leben, von der Landwirtschaft
abhängig sind und deren Ernteertrag schon jetzt kaum zum Überleben
reicht", warnt Alice Uhl, Leiterin der youngCaritas in Wien.
"Klimawandel passiert weltweit und betrifft alle Menschen ohne
Ausnahme. Doch arme Menschen sind besonders betroffen, da sie oft in
sensiblen Zonen wie Flussufern, an erdrutschgefährdeten Hängen oder
in sehr trockenen Gegenden leben", ergänzt Uhl. Wichtigstes Anliegen
der Caritas ist daher die besondere Berücksichtigung der Rechte und
Bedürfnisse der Armen bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen.

Bärendienst-Gewinnspiel

Wer die Bären im öffentlichen Raum erspäht und filmt oder
fotografiert, kann am Gewinnspiel teilnehmen und sich aktiv an der
Aktion von youngCaritas und Greenpeace beteiligen. Teilnehmen kann
jede/r, die/der einen Eisbären erspäht, ablichtet und Foto oder Video
einsendet ([email protected]). Eine Jury, bestehend aus der
Filmschaffenden Theresia In der Maur, dem Fotokünstler Peter Mayr und
Vertreter/innen der beiden Organisationen, wird die lustigsten,
kreativsten, spannendsten Bilder und Videos auswählen. Neben einem
kleinen Dankeschön für alle EinsenderInnen gibt es sowohl in der
Kategorie Video als auch in der Kategorie Foto je einen Ipod zu
gewinnen.

Rückfragehinweis:
Melanie Beran, Greenpeace, +43 664 612 67 18
Klaus Schwertner, youngCaritas Wien, +43 664 848 26 18

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