Jarolim: "Privatisierungen" á la Grasser müssen genau durchleuchtet werden

Grasser und seine Freunde sollen vor Gericht für Aufklärung sorgen

Wien (SK) - "Jetzt weiß die Öffentlichkeit, was die Devise 'Mehr privat, weniger Staat' in der Grasser-Schüssel-Zeit bedeutete: Eine direkte Umverteilung von Staatsgeldern offenbar in die Geldbörsen der Privatisierer und ihrer Freunde", erklärt SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Das System Grasser muss genau durchleuchtet werden", fordert Jarolim. Nachdem ein FPÖ-Funktionär gegenüber der Zeitung "Österreich" gesagt habe, dass der Grasser-Freund Meischberger nur ein Mittelsmann gewesen sei, der sechs Millionen Euro wieder an andere Personen weitergeleitet hat, stünden nun Befürchtungen hinsichtlich illegaler Parteienfinanzierung im Raum. Dies müsse im Sinne des Ansehens der Republik und ihrer poliitsch Vertreter umgehend aufgeklärt werden, so Jarolim. ****

"Grasser", so Jarolim, "teilt sich bis heute mit seinem Freund Meischberger ein Büro und will nichts davon gewusst haben, dass Meischberger - als Mittelsmann oder gleich selbst - acht Millionen Euro bei einer Grasser-Privatisierung erhalten hat - das ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten und beleidigt die Intelligenz der Bevölkerung, die von Politikern ehrlichen Umgang mit Steuergeldern erwartet. Grasser und seine Freunde sollen sich ein Beispiel an dem noch anonymen Funktionär nehmen und vor Gericht Rede und Antwort stehen", fordert Jarolim. "Wir sind es der Republik schuldig, umgehend zu prüfen, ob es noch weitere Finanzskandale aus der Grasser-Schüssel-Zeit gibt und ersuchen um Mitwirkung der Bevölkerung an der Aufklärung derartiger Vorfälle", schloss Jarolim (Schluss) gd

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