• 25.09.2009, 10:44:36
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Becher: Grassers Buwog-Deal ist ein einzigartiger Kriminalfall

Schlimmste Erwartungen der SPÖ bei Verschleuderung der Bundeswohnungen werden weit übertroffen

Wien (SK) - "Die schlimmen Befürchtungen, die die SPÖ schon
anlässlich der dubiosen Begleitumstände rund um den Buwog-Verkauf
öffentlich äußerte, wurden angesichts der jüngsten Ermittlungen der
Staatsanwaltschaft Wien leider noch übertroffen", zeigte sich
SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher nach dem Bekanntwerden der
Buwog-Affäre gegenüber dem SPÖ-Pressedienst entsetzt. ****

"Ich habe bereits im Juni 2003, zu einem Zeitpunkt als die
dubiosen Machenschaften rund um den damaligen Finanzminister Grasser
gerade erst bekannt wurden, gefragt, wer eigentlich einen Vorteil aus
dem Verkauf der Buwog-Wohnungen ziehe - heute wissen wir es", so die
SPÖ- Abgeordnete zu dem aktuellen Medienberichten rund um den
Buwog-Kriminalfall. "Es ist offensichtlich, dass ein kleiner Kreis um
Karl-Heinz Grasser den Verkauf von bundeseigenen Wohnungen dazu
nutzte, um abenteuerliche Zahlungen, welcher Art auch immer, zu
lukrieren", führte Becher weiter aus.

Nicht nur die SPÖ kritisierte übrigens damals die Verschleuderung
von Bundeseigentum, sondern auch für den Rechnungshof war die
unwirtschaftliche Veräußerung der Wohnungen in seinem diesbezüglichen
Wahrnehmungsbericht nicht nachvollziehbar. "Und wenn man sich in
Erinnerung ruft, dass der faktische Verkaufspreis von rund 850
Millionen Euro weit unter dem realen Wert lag, den Grasser selbst mit
etwa 2,5 Milliarden Euro bezifferte, wird verständlich, weshalb
derart hohe Zahlungen an verschiedene Bekannte und Freunde Grassers
fließen konnten", ergänzte Becher.

Wie verschiedene Printmedien in den letzten Tagen berichteten,
flossen im Rahmen des Buwog-Deals nicht nur Beratungshonorare über
rund 10,9 Millionen Euro an das sich inzwischen in Konkurs befindende
US-Unternehmen Lehman Brothers, sondern auch zumindest 9,6 Millionen
Euro an "Vermittlungsprovisionen" an (teils ehemalige)engste
persönliche Freunde Grassers.

"Es steht jedenfalls fest, dass sich der Buwog-Deal wie befürchtet
zu einem veritablen Kriminalfall entwickelt. Jetzt ist jedenfalls die
Staatsanwaltschaft am Zug", schloss SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth
Becher. (Schluss) mw/cv

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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