- 23.09.2009, 12:39:39
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Grüne Wirtschaft: WKO-Präsident Leitl schweigt zu hohen Bankgebühren - seine Unternehmer zahlen.
Überhöhte Bankgebühren treffen vor allem auch heimische KMUs
Wien (OTS) - "99 Prozent aller österreichischen Unternehmen sind
Klein- und Mittelbetriebe, auch sie werden von den Banken mit
überhöhten Gebühren zur Kasse gebeten", sagt Volker Plass,
Bundessprecher der Grünen Wirtschaft. "Die Wirtschaftskammer tritt
aber derzeit wieder einmal ausschließlich als Verteidiger der
Bankenwirtschaft auf."
Die EU hat am Dienstag die heimischen Bankgebühren als zu hoch und zu
intransparent gerügt. Die Kommission kritisiert Österreich als eines
der teuersten EU-Länder in Sachen Bankgebühren. Hinter Italien,
Frankreich und Spanien hat Österreich die vierthöchsten Kosten für
Girokonten, was laut EU-Studie vor allem an den überdurchschnittlich
hohen Grundgebühren liegt.
Sparten-Chef Herbert Pichler aber weist die Kritik aus Brüssel zurück
und WKO-Präsident Christoph Leitl schweigt dazu. Die überhöhten
Gebühren bei Girokonten betreffen aber nicht nur Konsumenten, auch
KMUs zahlen zu hohe Gebühren. Die rund 320.000 heimischen
Mikrobetriebe mit bis zu neun MitarbeiterInnen fallen bei Banken
ohnehin meist in den Privatkundenbereich.
Banken raus aus der Wirtschaftskammer
"Anstatt die Kritik ernst zu nehmen und zu handeln zweifeln die
Bankenvertreter in der Wirtschaftskammer das Datenmaterial in Brüssel
an", kritisiert Volker Plass.
Der Bundessprecher der Grünen Wirtschaft ortet hier fehlendes
Problembewusstsein.
Immerhin wurde zu Beginn der Finanzkrise den Banken massiv mit
Steuergeld unter die Arme gegriffen. Mittlerweile machen die
Geldinstitute teilweise wieder Gewinne, die Kreditklemme aber bleibt
weiter aufrecht und die Gebühren sind viel zu hoch.
Als Konsequenz fordert Plass die Ausgliederung der Bankenwirtschaft
aus der Wirtschaftskammer: "Die starke Banken-Lobby muss endlich raus
aus der Kammer, damit sich unsere Interessenvertreter, von Präsident
Leitl abwärts, ungehindert für die Interessen der UnternehmerInnen
einsetzen können."
Rückfragehinweis:
Pressebüro der Grünen Wirtschaft
Mag. Inge Hausbichler
Tel.: 0664 / 831 74 23
Email: [email protected]
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