- 22.09.2009, 11:00:36
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KW Gössendorf: WWF erklärt den Tag 9 des Countdowns zum "Tag der Courage"
Wien, Graz (OTS) - Der Störfall in der Hauptwasserleitung von
Feldkirchen nach Graz Anfang der Woche zeigt, dass die Warnrufe der
UmweltschützerInnen und die Besorgnis der BürgerInnen ernst zu nehmen
sind. Die möglichen Auswirkungen auf das Trinkwasser der GrazerInnen
durch den Bau und den Betrieb der Kraftwerke Gössendorf und Stübing
sind nur schwer kalkulierbar, wie einem internen Papier der Graz AG
selbst zu entnehmen war. "Entscheiden Sie sich gegen das Risiko und
für die Natur!", appelliert Andreas Wurzer, Stv. Geschäftsführer des
WWF, an die MandatarInnen der Grazer Stadtregierung für mehr
Engagement und Verantwortungsbewusstsein in der wichtigen Frage der
Trinkwassersicherheit. Ein entsprechendes Schreiben des WWF an alle
GemeinderätInnen, wurde nur in einem Fall persönlich beantwortet.
Wie gestern bekannt wurde, waren wegen eines Lecks in der
Hauptleitung des Wasserwerkes Feldkirchen Montagfrüh tausende Grazer
Haushalte ohne Wasser. Dieses Wasserwerk dient als Reserve für die
Versorgungssicherheit der Grazer. Durch den Bau des KW Gössendorf
reduziert sich die Versorgungssicherheit bei einem größeren Störfall
- etwa durch den Ausfall der Hauptleitung Friesach-Graz - trotz aller
Vorkehrungen massiv.
"Wenn man diese Auswirkungen auf die Trinkwasserressourcen bedenkt,
kann man wohl nicht mehr reinen Gewissens von der sauberen
Wasserkraft sprechen", so Wurzer. "Die Grazer GemeinderätInnen sind
vom Volk gewählt, seine Interessen nach bestem Wissen und Gewissen zu
vertreten. Genau darum geht es heute: Den Mut, im richtigen Moment
die Notbremse zu ziehen!". Vor diesem Hintergrund darf die
Stadtregierung am 24. September ihre Rechte an den Grundstücken der
GBG (Grazer Bau- und Grünlandsicherungs GmbH.) für das KW Gössendorf
nicht abgeben.
Der WWF bekräftigt seinen Appell für eine Vernunftentscheidung am 24.
September und unterstützt den Aufruf der besorgten Grazerinnen und
Grazer auf der Homepage www.grazertrinkwasseringefahr.at
"Diese Entscheidung ist von Österreich weiter Tragweite. Der Protest
gegen das Kraftwerk Gössendorf erinnert an Lambach und Hainburg.
Statt vorgefertigten Denkmustern zu folgen, sollten sie kritisch
hinterfragt werden", so Wurzer abschließend.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF Pressesprecherin, Tel. 0676/83 488 203
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