Kärnten als starker Kooperationspartner

LH Dörfler empfängt Delegationen aus Minsk/Weißrussland und der Türkei - LH Dörfler und LR Martinz informierten über Kooperationen mit Swerdlowsk und Minsk

Klagenfurt (LPD) - Kärnten ist in Südost- und Osteuropa ein bekannter und geschätzter Kooperationspartner. Das wurde heute, Mittwoch, beim Zusammentreffen von Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit hochrangigen Delegationen deutlich ausgesprochen. Dörfler traf sich in Velden mit Vertretern aus Minsk in Weißrussland und aus der Türkei. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschaftslandesrat Josef Martinz, dem Ministerpräsidenten der russischen Region Swerdlowsk, Viktor Koksharov, und Vizegouverneur Valery Skakun aus Minsk wurde zudem über die Zusammenarbeit Kärntens mit Swerdlowsk und Minsk informiert.

Beim Treffen mit Skakun im Casinohotel Velden sagte Dörfler, dass er in die Kooperation auch die Menschen der beiden Länder einbinden wolle. Vor allem die Jugend solle sich gegenseitig kennenlernen. Daher wolle man nicht nur wirtschaftlich und politisch kooperieren, sondern auch bei Kultur und Sport. Der Landeshauptmann vereinbarte mit dem Vizegouverneur, dass im nächsten Jahr das weißrussische Sinfonieorchester in Kärnten ein Konzert geben wird. Im Gegenzug soll dann auch ein Kärntner Orchester in Minsk auftreten. An wirtschaftlichen Kooperationen wurde vor allem das Projekt der Kärntner Hirsch Servo Gruppe angeführt. Diese wird in Minsk spezielle Schalungselemente für den Wohnhausbau herstellen und den weißrussischen Markt so direkt beliefern. Skakun interessierte sich aber vor allem auch für die Bereiche erneuerbare Energien und Hochtechnologie. Der Minsker Delegation gehörte u. a. auch Botschafter Alyaksandr Sychov an.

Der Landeshauptmann traf sich außerdem mit den drei Vertretern des "Turkish-Austrian Business Council", Sadi Gücüm, Nurlu Esemenli und Tevfik Bilgen. Tourismus und Elektromobilität waren u. a. die Gesprächsschwerpunkte. Man wolle die Kontakte vertiefen und über mögliche Kooperationen sprechen. Bei den Treffen mit den Delegationen aus der Türkei und aus Minsk war auch Sabrina Schütz-Oberländer von der Entwicklungsagentur Kärnten (EAK) anwesend.

Im Rahmen des CEE-Wirtschaftsforums Velden fand auch eine Pressekonferenz zu den Kärntner Kooperationen mit Minsk und Swerdlowsk statt. Der Landeshauptmann betonte dabei, dass das Wirtschaftsforum sehr produktiv sei und bereits viele konkrete Erfolge gebracht habe. Er wiederholte sein Anliegen, nicht nur auf wirtschaftlich-politischer Ebene, sondern auch bei Kultur und im Sport zu kooperieren.

Wirtschaftslandesrat Martinz betonte, dass auch viele Kärntner Kleinunternehmen in Südost- und Osteuropa erfolgreich tätig seien. "Wir können mit unseren Produkten sehr selbstbewusst sein und müssen keine Angst vor großen Ländern haben", sagte er.

Swerdlowsks Ministerpräsident Koksharov sagte, dass der Bedarf an Zusammenarbeit durch die Weltwirtschaftskrise gestiegen sei. "Die Erfahrungen der Firmen aus Österreich und Kärnten sind für uns besonders wichtig." Seit 2007 gebe es eine gute Kooperation mit Kärnten, strich Koksharov hervor. Er komme nicht nur offiziell in dieses "schöne Land", sondern auch schon öfter als "begeisterter" Urlauber.

Der Minsker Vizegouverneur Skakun berichtete, dass beim heutigen Treffen mit Landeshauptmann Dörfler die Weichen für die weitere Entwicklung der Kooperation gesetzt wurden. Minsk und Kärnten haben vor einem Jahr beim Wirtschaftsforum einen Kooperationsvertrag geschlossen.
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