- 16.09.2009, 13:50:30
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Velden als Mittelpunkt von Zentral- und Osteuropa
LH Dörfler: Kärnten führt bei Alternativenergien und Elektromobilität - LR Martinz: Kreatives Kärnten bietet viele Partnerschaften
Klagenfurt (LPD) - Das Netzwerken und Knüpfen von Kontakten steht
im Mittelpunkt des vierten CEE-Wirtschaftsforums Velden. Von heute,
Mittwoch, bis Samstag treffen sich dabei hohe Vertreter aus zentral-
und osteuropäischen Staaten. Bei der Eröffnung wurde das gegenseitige
Vertrauen als wichtige Basis wirtschaftlicher und politischer
Kooperationen hervorgestrichen. Skizziert wurden vor allem Chancen
durch und Wege aus der Weltwirtschaftskrise. Die osteuropäischen
Staaten präsentierten sich als interessante Märkte mit vielfältigem
Potential. Besonders die Bereiche erneuerbare Energien und
Hochtechnologie wurden genannt, aber auch Bauwirtschaft, Bankenwesen
und Tourismus.
Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler hob Kärnten als "die
richtige Basis für eine Drehscheibe nach Südost- und Osteuropa"
hervor. "Kärnten ist ein kleines Land mit großem Herz und großem
Engagement." Führend sei unser Land vor allem auch bei den
Zukunftsthemen Alternativenergie und Elektromobilität. Von der
Wirtschaft forderte der Landeshauptmann ein, mehr für die Menschen da
zu sein. Respekt und Freundschaft müssten Grundlage jeder
Zusammenarbeit sein, Menschlichkeit und Verantwortung füreinander die
Basis wirtschaftlicher Beziehungen.
"Kärnten ist kein Riese, aber ein sehr kreatives Land", meinte
auch Wirtschafts- und EU-Landesrat Josef Martinz. Er hob die Stärken
in Bildung und Ausbildung sowie in Tourismus, Holzwirtschaft und
Energie hervor. "Wir können viele direkte Partnerschaften anbieten,
rasch und auf kurzen Wegen Kooperationen schließen", sagte er. "Gehen
wir es an, arbeiten wir gemeinsam an unserer gemeinsamen Zukunft."
Der Ministerpräsident der russischen Region Swerdlowsk, Viktor
Koksharov, strich die Vorreiterrolle seiner Region bei den
erneuerbaren Energien hervor. Energie- und Umwelttechnik sei in
Russland und Swerdlowsk ein hochaktuelles Thema. Derzeit laufe ein
großes Projekt zur Errichtung von Wasserkraftwerken. Koksharov hob
auch die produktiven Kooperationen mit Kärntner Partnern hervor.
Der Vizegouverneur von Minsk in Weißrussland, Valery Skakun,
nannte ebenfalls erneuerbare Energien und neue Technologien als
Hauptinteresse. "Wir freuen uns auf die Kontakte", meinte er zum
CEE-Wirtschaftsforum, das für ihn eine "würdige Antwort auf die
Krise" darstellt. Auch Skakun konnte von einem Kooperationsabkommen
seiner Region mit Kärnten berichten.
Die stellvertretende Bürgermeisterin der ukrainischen Stadt
Dnipropetrowsk, Iryna Zaytseva, sagte, dass das "wunderschöne
Kärnten" für die Ukraine sehr interessant sei. Sie erwähnte die
perfekte Infrastruktur Kärntens, das auch für Familienurlaube perfekt
sei. Österreich sei überhaupt ein wichtiger strategischer Partner für
die Ukraine, sagte Zaytseva. Auch ihre Region will verstärkt mit
Kärnten kooperieren, vor allem im Tourismus und im Sport, da man
Austragungsort der nächsten EURO sei.
Sadi Gücüm, der Vorsitzende des "Turkish-Austrian Business
Council", präsentierte die Türkei als "boomendes Land", dessen Markt
nicht gesättigt und dessen Bevölkerung jung sei. Auch die
EU-Beitrittsverhandlungen würden viele positive Veränderungen
bewirken. Enormes Potential gebe es am Energie- und am Bausektor.
"Die Türkei ist ein Land, in dem noch Wunder geschehen", verwies
Gücüm auf die vielen Möglichkeiten in seinem Land.
Der Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, Franz Pacher, will
ebenfalls die "Krise benutzen, um Partnerschaften auszubauen". Die
Forums-Organisatoren Gottfried Haber und Walter Prutej verwiesen
darauf, dass Velden in diesen Tagen der Mittelpunkt für Südost- und
Osteuropa sei.
Valentin Inzko, der Hohe Repräsentant für Bosnien und
Herzegowina, sagte, dass nur das Forum Velden am Schnittpunkt dreier
Kulturen liege, "nicht Alpbach und auch nicht Davos". Er verwies auf
das sehr gute österreichische Netzwerk in Osteuropa, wo 20.000
heimische Firmen tätig seien. Jedes Land bringt für Inzko etwas
Besonderes in dieses Europa ein. "Der EU-Beitritt stärkt das
nationale Selbstbewusstsein und gibt die Chance, Europa kreativ und
innovativ mit zu gestalten." Weiters strich er Slowenien als
wichtigen "Markt vor der Haustüre" hervor. Der durchschnittliche
Slowene kaufe um 1.000 Euro österreichische Waren. Für Inzko ist es
vor allem wichtig, dass die südosteuropäischen Länder nicht mehr über
die Kriegsereignisse der Vergangenheit betrachtet werden. Sie würden
viele Chancen bieten und "stehen an der Startlinie für ein rapides
Wirtschaftswachstum". Vor allem hätten diese Länder bereits die
"Ketten der autoritären Herrschaft abgeworfen".
(S E R V I C E: Infos unter: www.forumvelden.at/cee)
(Schluss)
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Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
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