Velden als Mittelpunkt von Zentral- und Osteuropa

LH Dörfler: Kärnten führt bei Alternativenergien und Elektromobilität - LR Martinz: Kreatives Kärnten bietet viele Partnerschaften

Klagenfurt (LPD) - Das Netzwerken und Knüpfen von Kontakten steht im Mittelpunkt des vierten CEE-Wirtschaftsforums Velden. Von heute, Mittwoch, bis Samstag treffen sich dabei hohe Vertreter aus zentral-und osteuropäischen Staaten. Bei der Eröffnung wurde das gegenseitige Vertrauen als wichtige Basis wirtschaftlicher und politischer Kooperationen hervorgestrichen. Skizziert wurden vor allem Chancen durch und Wege aus der Weltwirtschaftskrise. Die osteuropäischen Staaten präsentierten sich als interessante Märkte mit vielfältigem Potential. Besonders die Bereiche erneuerbare Energien und Hochtechnologie wurden genannt, aber auch Bauwirtschaft, Bankenwesen und Tourismus.

Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler hob Kärnten als "die richtige Basis für eine Drehscheibe nach Südost- und Osteuropa" hervor. "Kärnten ist ein kleines Land mit großem Herz und großem Engagement." Führend sei unser Land vor allem auch bei den Zukunftsthemen Alternativenergie und Elektromobilität. Von der Wirtschaft forderte der Landeshauptmann ein, mehr für die Menschen da zu sein. Respekt und Freundschaft müssten Grundlage jeder Zusammenarbeit sein, Menschlichkeit und Verantwortung füreinander die Basis wirtschaftlicher Beziehungen.

"Kärnten ist kein Riese, aber ein sehr kreatives Land", meinte auch Wirtschafts- und EU-Landesrat Josef Martinz. Er hob die Stärken in Bildung und Ausbildung sowie in Tourismus, Holzwirtschaft und Energie hervor. "Wir können viele direkte Partnerschaften anbieten, rasch und auf kurzen Wegen Kooperationen schließen", sagte er. "Gehen wir es an, arbeiten wir gemeinsam an unserer gemeinsamen Zukunft."

Der Ministerpräsident der russischen Region Swerdlowsk, Viktor Koksharov, strich die Vorreiterrolle seiner Region bei den erneuerbaren Energien hervor. Energie- und Umwelttechnik sei in Russland und Swerdlowsk ein hochaktuelles Thema. Derzeit laufe ein großes Projekt zur Errichtung von Wasserkraftwerken. Koksharov hob auch die produktiven Kooperationen mit Kärntner Partnern hervor.

Der Vizegouverneur von Minsk in Weißrussland, Valery Skakun, nannte ebenfalls erneuerbare Energien und neue Technologien als Hauptinteresse. "Wir freuen uns auf die Kontakte", meinte er zum CEE-Wirtschaftsforum, das für ihn eine "würdige Antwort auf die Krise" darstellt. Auch Skakun konnte von einem Kooperationsabkommen seiner Region mit Kärnten berichten.

Die stellvertretende Bürgermeisterin der ukrainischen Stadt Dnipropetrowsk, Iryna Zaytseva, sagte, dass das "wunderschöne Kärnten" für die Ukraine sehr interessant sei. Sie erwähnte die perfekte Infrastruktur Kärntens, das auch für Familienurlaube perfekt sei. Österreich sei überhaupt ein wichtiger strategischer Partner für die Ukraine, sagte Zaytseva. Auch ihre Region will verstärkt mit Kärnten kooperieren, vor allem im Tourismus und im Sport, da man Austragungsort der nächsten EURO sei.

Sadi Gücüm, der Vorsitzende des "Turkish-Austrian Business Council", präsentierte die Türkei als "boomendes Land", dessen Markt nicht gesättigt und dessen Bevölkerung jung sei. Auch die EU-Beitrittsverhandlungen würden viele positive Veränderungen bewirken. Enormes Potential gebe es am Energie- und am Bausektor. "Die Türkei ist ein Land, in dem noch Wunder geschehen", verwies Gücüm auf die vielen Möglichkeiten in seinem Land.

Der Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, Franz Pacher, will ebenfalls die "Krise benutzen, um Partnerschaften auszubauen". Die Forums-Organisatoren Gottfried Haber und Walter Prutej verwiesen darauf, dass Velden in diesen Tagen der Mittelpunkt für Südost- und Osteuropa sei.

Valentin Inzko, der Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, sagte, dass nur das Forum Velden am Schnittpunkt dreier Kulturen liege, "nicht Alpbach und auch nicht Davos". Er verwies auf das sehr gute österreichische Netzwerk in Osteuropa, wo 20.000 heimische Firmen tätig seien. Jedes Land bringt für Inzko etwas Besonderes in dieses Europa ein. "Der EU-Beitritt stärkt das nationale Selbstbewusstsein und gibt die Chance, Europa kreativ und innovativ mit zu gestalten." Weiters strich er Slowenien als wichtigen "Markt vor der Haustüre" hervor. Der durchschnittliche Slowene kaufe um 1.000 Euro österreichische Waren. Für Inzko ist es vor allem wichtig, dass die südosteuropäischen Länder nicht mehr über die Kriegsereignisse der Vergangenheit betrachtet werden. Sie würden viele Chancen bieten und "stehen an der Startlinie für ein rapides Wirtschaftswachstum". Vor allem hätten diese Länder bereits die "Ketten der autoritären Herrschaft abgeworfen".

(S E R V I C E: Infos unter: www.forumvelden.at/cee)
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