• 16.09.2009, 12:03:32
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WWF: Murkraftwerks Gössendorf fordert zu viele Opfer

Negative Auswirkungen auf Natur und Trinkwasserversorgung

Graz. (OTS) - Für den WWF ist die Errichtung des Kraftwerks
Gössendorf in mehrfacher Hinsicht abzulehnen. Die negativen
ökologischen Auswirkungen auf Naturhaushalt, Landschaft und eine
international bedeutende Fischfauna sind zu groß. "Das Kraftwerk
Gössendorf fordert zu viele Opfer und darf nicht gebaut werden",
fordert der stellvertretende Geschäftsführer des WWF, Andreas Wurzer.

Wie der heutigen Ausgabe der Stadtzeitung Falter zu entnehmen ist,
bestehen nun große Bedenken, dass die Errichtung der Kraftwerke an
der Mur einen möglichen Engpass in der Trinkwassersicherheit für die
Stadt Graz bewirken könnte. Dies bestätige sogar die Graz AG selbst
in einem Positionspapier vom 8. Juli 2009. Aus Sicht des WWF kann ein
derartiges Risiko nicht stillschweigend in Kauf genommen werden
sondern erfordert eine sorgfältige Untersuchung und Klärung. "Der
Ball liegt nun bei den Verantwortlichen in der Stadt Graz und der
Landesregierung, die diese Bedenken ernst nehmen müssen. Solange ein
noch so kleines Risiko für die Gesundheit der Grazerinnen und Grazer
besteht, darf keine Bauwilligung erteilt werden", soWurzer.

Für den WWF überwiegen die negativen Auswirkungen des Kraftwerks. Der
Verlust der Murauen und die potenzielle Gefahr für die
Trinkwasserversorgung für die zweitgrößte Stadt Österreichs sind
höher zu werten als die geplante Stromausbeute des Kraftwerks.
"Sollten sich die Bedenken der Graz AG bestätigen, kann man bei den
Murkraftwerken Gössendorf und Kalsdorf nicht mehr von der sauberen
Wasserkraft sprechen", erklärt Wurzer. "Ich appelliere daher an den
Bürgermeister und die Gemeinderäte der Stadt Graz ihre Gründe in den
Murauen solange nicht zur Verfügung zu stellen bis die Bedenken der
Graz AG lückenlos entkräftet sind", so Wurzer abschließend.

Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF Österreich, Tel. Tel. +43-1-48817-231 oder +43-676-83488-231, Email: [email protected].

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