• 14.09.2009, 15:03:14
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GSK Key Note in Alpbach: "Krisensichere Zukunft" im Gesundheitsbereich?

Neue Wirkstoffe (2006 - 2008) sind für 72 % eine Verbesserung Marktanteil der Arzneimittelinnovationen liegt bei nur 8,2 %

Wien (OTS) - Am 4. September 2009 hat Roger Jaeckel, Leiter der
Abteilung Gesundheitspolitik bei GlaxoSmithKline Deutschland, beim
Europäischen Forum Alpbach anlässlich der Gesundheitsgespräche über
die "Krisensichere Zukunft" gesprochen. Auszüge aus seiner Key Note:

Gesundheitsreformen als stetiges Bemühen um Second-Best-Lösungen

Gleich zu Beginn hält Roger Jaeckel fest, dass es eine
krisensichere Zukunft per se nicht gibt. Gesundheitsreformen sind ein
stetiges Bemühen um Second-Best-Lösungen. Die Erfahrungen der
deutschen Reformpolitik bis dato haben gezeigt, dass anhand
verschiedenster Gesetze wie dem Gesetz zur Kostendämpfung im
Gesundheitswesen im Jahr 1977, dem Gesundheitsreformgesetz 1989 und
dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz im Jahr 2004 die Kosten
kurzfristig gesenkt werden konnten, gefolgt von einem Anstieg in den
folgenden Jahren.[1] Derzeit gewährleistet ein Finanzierungsmix aus
Beitrags- und Steuerfinanzierung einen besseren Finanzausgleich.

Innovationen als volkswirtschaftlicher Stabilitätsanker

In Deutschland liegt die Pharmaindustrie bei den Zukunftsbranchen
2009 nach MMStR-Technik/Optik[2] an zweiter Stelle, Gesundheit ist
auf Rang 14 zu finden.[3] Für die ÖsterreicherInnen ist Gesundheit
die Zukunftsbranche Nummer eins (Pharma wurde nicht gesondert
erhoben).[4]

Von allen in den letzten drei Jahren erstmals in Deutschland
zugelassenen Wirkstoffen haben Fachleute 72 % (d.s. 63 von 87
Wirkstoffen im Zeitraum 2006-2008) als Innovation oder Verbesserung
mit therapeutischer Relevanz beurteilt. Der Nutzen von
Arzneimittelinnovationen ist damit in den letzten fünfzehn Jahren um
fast 30 % gestiegen (1991-1995: 44 %).[5]

Mit einem Marktanteil von 8,2 % liegt Österreich bei den in den
letzten fünf Jahren eingeführten neuen Wirkstoffen europaweit an
drittletzter Stelle, nur noch unterboten von der Schweiz mit 7,2 %
und Deutschland mit 6 %. Begründet wird dieser niedrige Prozentsatz
mit geringen Verschreibungen bzw. niedrigen Preisen für innovative
Arzneimittel. Zum Vergleich: Irland ist mit 16,7 % auf Platz eins.[6]

Medizinischer Fortschritt: Erfolgsgarant und Krisenverursacher
zugleich

Ein Teil des Anstiegs der Lebensjahre bei guter Gesundheit ist auf
den medizinischen Fortschritt zurückzuführen (Erfolgsgarant), die
gestiegene Lebenserwartung bei besserer Gesundheit hingegen
verursacht höhere Gesundheitsausgaben (Krisenverursacher). Jaeckel
bezeichnet das reformpolitische Spannungsfeld zwischen mehr
wettbewerblicher Ausrichtung und mehr staatlicher Steuerung als
"Fortschrittsdilemma". In der Gesundheitspolitik geht es letztlich um
eine Annäherung zwischen unternehmensbezogener Gewinnmaximierung und
gesellschaftlicher Nutzenmaximierung.

Referenzen:

1) BMG, Sozialpolitik-aktuell.de, www.vergleiche-der-pkv.de
2) Medizin-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik/Optik
3) Institut der deutschen Wirtschaft Köln - "Deutschlands
Zukunftsbranchen" (Köln 2009)
4) http://ooe.orf.at/stories/335611/
5) http://www.ots.at/redirect/steigendernutzen
6) http://www.ots.at/redirect/euvergleich

Rückfragehinweis:
Dipl.-Kffr. Martha Bousek
GlaxoSmithKline Pharma GmbH
Tel. + 43 1 97075-0
[email protected]
www.glaxosmithkline.at

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