Treffen der deutschsprachigen Bahn- und Verkehrsgewerkschaften in Basel

vida-Haberzettl: Bahnsicherheit gemeinsam fördern, um Risiken der Bahnliberalisierung zu begrenzen

Wien (vida/ÖGB) - =

Die Gewerkschaften Transnet und GDBA aus
Deutschland, vida aus Österreich, Landesverband FNCTTFEL aus Luxemburg und SEV aus der Schweiz haben beim Spitzentreffen der deutschsprachigen Bahn- und Verkehrsgewerkschaften von 9. bis 10. September 2009 in Basel vereinbart, dass sie gemeinsam Anstrengungen zur Förderung der Bahnsicherheit unternehmen werden. "Wir wollen die Sicherheit im Schienenverkehr hoch halten, um so auch die Risiken durch die Bahnliberalisierung so weit wie möglich begrenzen zu können", erklärte der stellvertretende vida-Vorsitzende, Wilhelm Haberzettl, im Anschluss an das Treffen in der Schweiz. ****

Die Bahn sei zwar unbestritten das sicherste Verkehrsmittel, die Liberalisierung habe jedoch dazu geführt, dass es in Europa sowohl beim Material als auch bei der Ausbildung des Personals Qualitätsprobleme gebe, die Risiken mit sich bringen würden, so Haberzettl weiter. "Das schwere Güterzugsunglück im italienischen Viareggio, aber auch die Probleme der deutschen Bahn mit den ICE-Zügen und bei der S-Bahn in Berlin zeigen, dass sich die Bahnen verstärkt darum bemühen müssen, das Sicherheitsniveau zu halten und zu verbessern", unterstrich der Gewerkschafter. Konkret sollen die Erfahrungen dazu aus den einzelnen Ländern ausgetauscht werden, um hohe Sicherheitsstandards durchzusetzen.

Darüber hinaus haben die fünf Gewerkschaften eine gemeinsam Erklärung gegen die Zulassung von so genannten Gigalinern (LKW von über 25 Metern Länge und bis zu 60 Tonnen Gewicht) auf Europas Straßen verabschiedet. Gigaliner seien eine Bedrohung für die Umwelt und würden dazu führen, dass Verkehr von der umweltfreundlichen Schiene auf die Straße verlagert wird. Tausende von Arbeitsplätzen bei den Güterbahnen stünden auf dem Spiel. Gigaliner seien zudem eine Gefahr für die Sicherheit aller VerkehrsteilnehmerInnen. Unfälle mit schweren Fahrzeugen würden verheerende Folgen verursachen, heißt es dazu in der Resolution.

Beim so genannten Vierländertreffen haben folgende Spitzenrepräsentanten der Gewerkschaften teilgenommen: Alexander Kirchner, Vorsitzender der Transnet (Deutschland), Peter Tröge, stellvertretender Bundesvorsitzender der GDBA (Deutschland), Guy Greivelding, Präsident des Landesverbands FNCTTFEL (Luxemburg) und Präsident der Sektion Eisenbahn in der ETF (Europäische Transportarbeiterföderation) sowie Giorgio Tuti, Präsident des Schweizer SEV. (Schluss)

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