- 10.09.2009, 12:30:00
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Kriminalstatistik Jänner bis August 2009: Rückgang der Pkw-Diebstähle gegenüber Vormonat
Wien (OTS) - Die aktuelle Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts
weist einen deutlichen Rückgang der angezeigten Fälle im August 2009
gegenüber dem Vormonat Juli 2009 auf: bundesweit beträgt der Rückgang
14,5 Prozentpunkte. Während im Juli 2009 österreichweit 55.623 Fälle
angezeigt wurden, waren es im August dieses Jahres 47.577.
Gleichzeitig ging die Zahl der Pkw-Diebstähle um fast ein Fünftel
zurück.
Den höchsten Rückgang an angezeigten Fällen verzeichnete das
Burgenland mit einem Rückgang von 20,9 Prozentpunkten vor Wien mit
18,1 Prozentpunkten. Herausragend ist auch Oberösterreich mit einem
Minus von 17,8 Prozent. Einzig in Kärnten (plus 4,6 Prozentpunkte)
und Salzburg (plus 0,1 Prozentpunkte) gibt es einen Anstieg an
angezeigten Fällen gegenüber Juli 2009.
Besonders erfolgreich waren die von der Polizei gesetzten Maßnahmen
im Bereich Pkw-Diebstahl: hier gibt es bundesweit einen Rückgang an
gestohlenen Fahrzeugen gegenüber dem Vormonat um 19,63 Prozentpunkte:
während im Juli 2009 in Österreich 489 Pkws gestohlen wurden, waren
es im August 393 Fahrzeuge.
Tabelle 1: Angezeigte Fälle Juli/August 2009
Angezeigte Fälle Juli 2009 Aug 2009 + / -
Vormonat in %
Tirol 4.019 3.618 -10,0%
Oberösterreich 7.319 6.016 -17,8%
Salzburg 2.655 2.657 0,1%
Steiermark 5.952 4.975 -16,4%
Burgenland 1.179 932 -20,9%
Niederösterreich 7.634 6.589 -13,7%
Kärnten 3.076 3.219 4,6%
Vorarlberg 2.352 2.009 -14,6%
Wien 21.437 17.562 -18,1%
ÖSTERREICH 55.623 47.577 -14,5%Insgesamt wurden im Zeitraum Jänner bis August 2009 bundesweit
394.277 Strafdelikte angezeigt. Das sind um 5,5 Prozentpunkte mehr
angezeigte Straftaten als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Einen
Rückgang der angezeigten Fälle gab es in Tirol (Minus 1,7
Prozentpunkte) und Oberösterreich (Minus 0,8 Prozentpunkte).
Die Aufklärungsquote ist im selben Zeitraum bundesweit um 0,9
Prozentpunkte auf 39,2 Prozent gestiegen. In acht von neun
Bundesländern konnte die Aufklärungsquote gesteigert werden.
Die höchste Aufklärungsquote verzeichnete Vorarlberg mit 55,8
Prozent, das entspricht einem Plus von 1,7 Prozentpunkten gegenüber
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für die Steigerung der
Aufklärungsquote ist unter anderem die Intensivierung der
Ausbildungen und Schulungen im Bereich der Tatortarbeit
verantwortlich.
Tabelle 2: Statistik Vergleich Jänner bis August 2008/2009
Angezeigte Fälle Jän-Aug 2008 Jän-Aug 2009 Veränderung in % Burgenland 5.891 6.047 2,6% Kärnten 19.591 20.743 5,9% Niederösterreich 51.883 53.988 4,1% Oberösterreich 49.732 49.337 -0,8% Salzburg 22.514 22.508 0,0% Steiermark 38.600 39.028 1,1% Tirol 32.591 32.041 -1,7% Vorarlberg 13.643 14.989 9,9% Wien 139.371 155.596 11,6% ÖSTERREICH 373.816 394.277 5,5%
Geklärte Fälle Jän-Aug 2008 Jän-Aug 2009V Veränderung in % Burgenland 2.991 3.038 1,6% Kärnten 8.602 9.690 12,6% Niederösterreich 21.195 22.190 4,7% Oberösterreich 24.709 24.929 0,9% Salzburg 8.938 9.317 4,2% Steiermark 16.251 16.861 3,8% Tirol 14.114 14.604 3,5% Vorarlberg 7.379 8.361 13,3% Wien 38.908 45.628 17,3% ÖSTERREICH 143.087 154.618 8,1%
Aufklärungsquoten Jän-Aug 2008 Jän-Aug 2009 Veränderung in
%punkten
Burgenland 50,8% 50,2% -0,5
Kärnten 43,9% 46,7% 2,8
Niederösterreich 40,9% 41,1% 0,3
Oberösterreich 49,7% 50,5% 0,8
Salzburg 39,7% 41,4% 1,7
Steiermark 42,1% 43,2% 1,1
Tirol 43,3% 45,6% 2,3
Vorarlberg 54,1% 55,8% 1,7
Wien 27,9% 29,3% 1,4
ÖSTERREICH 38,3% 39,2% 0,9Weiterer Rückgang der Kinder- und Jugendkriminalität
Die Daten der Auguststatistik zeigen auch weiterhin einen deutlichen
Rückgang im Bereich der Kinder- und Jugendkriminalität. Gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres ist bei den 10- bis 14-Jährigen ein
Minus von 15,3 Prozent und bei den Jugendlichen unter 18 Jahren ein
Minus von 8,8 Prozent zu verzeichnen.
Tabelle 3: Statistik Vergleich Jänner bis August 2008/2009
Altersgruppen Jän-Aug 2008 Jän-Aug 2009 Veränderung in % unter 10 Jahre 457 475 3,9% 10 bis unter 14 J. 4.609 3.905 -15,3% 14 bis unter 18 J. 23.534 21.458 -8,8%
Die aktuelle Statistik zeigt auch in anderen Bereichen große
polizeiliche Erfolge: so gibt es gegenüber dem Vergleichszeitraum des
Vorjahres einen deutlichen Rückgang bei Raubüberfällen in
Geldinstituten und Postämtern: von Jänner bis August 2008 wurden 94
Überfälle verübt, von Jänner bis August 2009 waren es 64. Das
entspricht einem Rückgang von 31,9 Prozentpunkten. Raubüberfälle in
Kaufhäuser gingen um 27,78 Prozentpunkte zurück. Mobiltelefone wurden
um 41,87 Prozentpunkte weniger geraubt.
In Wien konnte zudem die Zahl der Tankstellenraube gegenüber dem
Jahresbeginn massiv gesenkt werden. Zwar gibt es hier gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres eine statistische Steigerung von
156,3 Prozent, diese ist jedoch ausschließlich auf eine
Einbruchsserie im Jänner 2009 zurückzuführen (Jänner 2009: 12 Raube;
Juli 2009: 2 Raube; August 2009: 1 Raub).
Auch Einbrüche in Wohnungen gehen sowohl österreichweit als auch in
der Bundeshauptstadt weiter zurück. Im August 2009 wurden bundesweit
746 Einbrüche statisiert, im Juli 2009 waren es 978, im März 2009
1.251. Insgesamt wurden von Jänner bis August 2009 8252 Einbrüche in
Wohnungen angezeigt, im Vergleichszeitraum 2008 waren es 7670. Das
entspricht einem Plus von 7,6 Prozentpunkten.
Hauptaugenmerk gilt nach wie vor den Einbrüchen in
Einfamilienhäusern: sie ist bundesweit um 41,7 Prozentpunkte
gegenüber dem Vergleichzeitraum des Vorjahres gestiegen. Von Jänner
bis August 2008 wurden bundesweit 3.624 Einbrüche angezeigt, von
Jänner bis August 2009 waren es 5.140 Einbrüche. Im Jahresüberblick
zeichnet sich jedoch auch hier ein Rückgang ab: wurden im Jänner 2009
noch 859 Einbruchdiebsstähle angezeigt, waren es im August 2009 448.
Rückfragehinweis:
Mag. Alexander Marakovits
Pressestelle des Bundeskriminalamtes
Mobil: 0664 813 21 00
Helmut Greiner, Oberst
Pressestelle des Bundeskriminalamtes
Mobil: 0664 813 21 28
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