Mölzer: Nicht Agrarkonzerne, sondern kleinräumige Landwirtschaft in den Mittelpunkt stellen

EU-Landwirtschaftsminister müssen strengere Regeln für Tiertransporte beschließen - Nur Renationalisierung kann Fehler in EU-Agrarpolitik beseitigen

Wien (OTS) - Nicht die Lebensmittelindustrie müsse ein Thema der Beratungen beim heutigen Rat der EU-Landwirtschaftsminister sein, sondern der Schutz der kleinräumigen Landwirtschaft, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Die kleinräumige Landwirtschaft ist nicht nur eine über die Jahrhunderte im Alpenraum gewachsene Kulturlandschaft, sondern gewährleistet auch eine naturnahe Herstellung von Lebensmitteln. Allein schon aus diesem Grund ist der kleinräumigen Landwirtschaft der Vorzug gegenüber den einzig am maximalen Gewinn interessierten Agrarkonzernen zu geben", betonte Mölzer.

Weil die EU in der Landwirtschaft große Betriebe bevorzuge, sei es, so der freiheitliche EU-Mandatar, auch nicht verwunderlich, daß es zu Tiertransporten über Tausende Kilometer komme, die nichts anderes als Tierquälerei bedeuteten: "Tiertransporte sind möglichst kurz zu halten. Der Schutz der Tiere muß absoluten Vorrang haben vor dem Profitstreben einzelner", verlangte Mölzer.

Schließlich forderte der freiheitliche EU-Abgeordnete eine Renationalisierung der Landwirtschaft. "Die unzähligen Fehlentwicklungen in der Agrarpolitik lassen sich nur durch eine Rückverlagerung der Zuständigkeiten an die Mitgliedstaaten korrigieren. Außerdem kann nur durch eine Renationalisierung den Besonderheiten der Landwirtschaft in den verschiedenen Mitgliedstaaten Rechnung getragen werden. Spanien hat eben andere Schwerpunkte als Österreich oder Finnland", schloß Mölzer.

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