- 25.08.2009, 14:35:50
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Pilgerradweg von Pöckstein nach Gurk soll Region beleben
LH Dörfler radelte mit Journalistengruppe - Besondere Radtour, die Sport und Emotionen verbindet - Gurktal ist größte Radwegbaustelle Kärntens
Klagenfurt (LPD) - Der Pilgerradweg (R5B Gurktalweg) zwischen
Pöckstein-Zwischenwässern (Stadtgemeinde Straßburg) und der
Marktgemeinde Gurk wurde heute, Dienstag, von Verkehrsreferent
Landeshauptmann Gerhard Dörfler einer Journalistenrunde vorgestellt -
ganz stilgerecht per Fahrrad. Insgesamt wird der Radweg von Pöckstein
über Straßburg und Gurk bis nach Zweinitz und Weitensfeld 2010/2011
fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten dafür wurden mit über 3 Mio.
Euro angegeben.
Derzeit in Bau sind die Abschnitte Drahtzug-Straßburg und
Zweinitz-Weitensfeld. Der 3.8 km lange Abschnitt Drahtzug-Mellach
wird mit einem Aufwand von 975.000 Euro noch heuer asphaltiert und
fertiggestellt. Der in Planung befindliche 3,15 km lange Abschnitt
von Zweinitz nach Weitensfeld wird rund 510.000 Euro erfordern. Das
Gurktal ist derzeit die größte Radwegbaustelle Kärntens, machte der
Landeshauptmann deutlich. Vor allem aber wies Dörfler auf die
Besonderheit dieses Radweges hin: "Wenn man nach Gurk radelt, hat man
eine schöne Erfahrung."
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Dörfler, den ebenfalls
per Rad mitgekommenen Bürgermeistern Franz Pirolt (Straßburg) und
Siegfried Kampl (Gurk) sowie Stiftspfarrer Gerhard Kalidz am Ende der
rund 13 km langen Presse-Radfahrt im Stiftsgebäude in Gurk betonten
alle die Bedeutung dieses Pilgerradweges samt den weiteren
Anschlüssen. Dieser Pilgerradweg sei touristisch zu nutzen und solle
dem Gurktal wertvolle wirtschaftliche Impulse bringen.
Der Radweg verbinde das Erlebnis des Naturtales Gurktal mit
Glaubenserfahrungen und auch der Gurktaler Kulinarik, sagte Dörfler.
Er dankte allen Beteiligten, insbesondere der Straßenmeisterei
Friesach unter Karl Pemberger, Bischof Alois Schwarz, Stiftspfarrer
Gerhard Kalidz sowie den Bürgermeistern des Tales. Mit dem Projekt
sei der Friesacher Straßenmeisterei eine Meisterleistung gelungen.
Der Radtourismus nehme immer stärker zu, auch das Pilgern auf zwei
Rädern sei im Kommen. Er könne sich die Organisation einer
Rad-Pilgertour von Klagenfurt nach Gurk sehr gut vorstellen, so
Dörfler. "Wir wollen jedenfalls kräftig in die Pedale treten, um den
Radtourismus im Gurktal zu forcieren".
Stiftspfarrer Kalidz und die Bürgermeister Kampl und Pirolt
sprachen von einer großen Bereicherung, die durch den Radweg gegeben
sei. Man müsse nun verstärkt touristische Angebote machen, um auch
ein Nächtigungsplus zu erreichen, so Pirolt. Kampl meinte, alle Wege
würden nach Gurk führen, weil Gurk ein sehr starker Anziehungspunkt
sei. Er wolle gemeinsam mit den Nachbargemeinden darum kämpfen, die
alte Gurktalbahn auf der Strecke Straßburg - Gurk - Weitensfeld
wiederauferstehen zu lassen. Diese Reaktivierung würde wie der Radweg
eine große Attraktion bedeuten.
Der Stiftspfarrer dankte dem Land und dem Landeshauptmann für die
Unterstützung, etwa bei der geplanten Errichtung eines Outdoor-Parks,
der als Projekt der Gewaltprävention und Friedenserziehung konzipiert
sei. Gurk mit dem Rad zu erpilgern, sei zweifellos ein sehr schönes
Erlebnis, so Kalidz. Der Radweg von Pöckstein nach Gurk, der heuer
noch komplettiert wird, wird übrigens auch als Hemma-Pilgerweg
genutzt. Begonnen hatte das Radwegprojekt mit einem Spatenstich durch
Dörfler und Bischof Alois Schwarz in Pöckstein im Jahr 2003.
Herzlich begrüßt wurde die Radfahrgruppe mit dem Landeshauptmann
an der Spitze bereits an der eindrucksvollen Radwegbrücke Fleißner
von Gebhard Fleißner und der Wirtin Gertrude Kraßnitzer, Stärkungen
gab es auch in Straßburg und Gurk. Unter den Teilnehmern befanden
sich auch der Friesacher Straßenmeister Karl Pemberger und der
Vizebürgermeister von Straßburg, Oskar Gruber.
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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