Verdeckte Kommunikation und ihre Folgen

St. Pölten (OTS) - Am 24. September 2009 widmet sich das Symposium "Steganografie und Technikfolgen" an der Fachhochschule St. Pölten mit hochkarätigen Vortragenden dieser brisanten Problematik. Die Anmeldung dafür läuft noch bis 2. September.

Als Steganografie bezeichnet man jene "Kunst", die es möglich macht, geheime Informationen so zu übertragen, dass ein nicht eingeweihter Dritter die Existenz dieser nicht bemerkt. Was mehr nach James Bond klingt, ist allerdings kein Gegenstand der Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften, wird aber als altbekanntes Phänomen der Nichtentdeckbarkeit von Information bei der menschlichen Wahrnehmung beforscht und behandelt. Ein weiterer charakteristischer Ausgangspunkt für den geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Teil des KIRAS-Sicherheitsforschungsprojektes "StegIT" der FH St. Pölten beschäftigt sich mit der Technik als "gemachter Umwelt" des Sozialen. Technik soll zuverlässig und wiederholbar erwünschte Effekte hervorbringen und möglichst keine unerwünschten Nebenfolgen zeigen. Daher ist die Frage nach einer "guten Technik" auch eine normativ zu stellende, die nur im Zusammenwirken mit anderen Disziplinen zu beantworten ist Das Thema ist die soziale und gesellschaftliche Geprägtheit von verdeckter Kommunikation sowie die gesellschaftliche Prägung, welche durch verdeckte Kommunikation erreicht wird - eine brisante Problematik in Zeiten der virtuellen Kommunikation.

Nach dem Eröffnungsstatement von FH-Institutsleiter Univ. Doz. Dipl.-Ing. Dr. Ernst Piller über die Begriffsklärung der Steganografie referiert beim Symposium Mag. Dr. Walter Peissl von der Österr. Akademie der Wissenschaften über "Technikfolgenabschätzung steganografischer Anwendungen". Ao. Univ. Prof. Dr. Peter Purgarthofer widmet sich danach der Geschichte der verdeckten Kommunikation und Generalleutnant Peter Prechtl von der Vollzugsdirektion Wien zeigt Beispiele in seinem Beitrag "Duden für den Strafvollzug. Ein lebensweltliches Beispiel für linguistische Steganografie". Nach der Mittagspause entführt dann ao. Prof. Dr. Christian Grafl vom Institut für Strafrecht und Kriminologie Wien in die Welt der organisierten Kriminalität mit dem Titel "Organisierte Kriminalität und Terrorismusbekämpfung. Eine kriminologische Begriffserklärung". Die soziokulturellen Faktoren beleuchten anschließend ao. Univ. Prof. Dr. Gerald Steinhardt und Univ-Prof. Dr. Ina Wagner, beide von der TU Wien.

Mit Spannung erwartet wird dann die abschließende Podiumsdiskussion zum Thema "Steganografie und Privacy" unter der Moderation von FH-Rektor Dr. Wolfgang Vyslozil, bei der u.a. der Sicherheitssprecher der Grünen und Abgeordnete zum Nationalrat Dr. Peter Pilz mit den Vortragenden diskutieren wird.

Anmeldung:

Sie können sich für das Symposium unter
http://inclusion.fhstp.ac.at/symposium oder per Email an
inclusion@fhstp.ac.at anmelden. Anmeldefrist ist der 2. Sept. 2009. Die Teilnahme inkl. Verpflegung ist kostenlos.

Weitere Informationen:
http://inclusion.fhstp.ac.at/symposium

Rückfragen & Kontakt:

Fachhochschule St. Pölten, Ilse Arlt Institut, Dr. Manuela Brandstetter, Tel.: +43 676/847228884, e-mail: manuela.brandstetter@fh-stpoelten.ac.at

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