- 14.08.2009, 12:32:30
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Klimafonds begrüßt steirischen Vorstoß bei Solarthermie
Solarthermie kann wichtigen Beitrag zum österreichischen Kyoto-Ziel leisten
Wien (OTS) - Österreich zählt bei Solarthermie mit Deutschland und
Griechenland zu den führenden Staaten in Europa. Mit einer
installierten Kollektorfläche von 240.000 Quadratmetern bzw. 168 MW
thermischer Energie und einem Wachstum um 33 Prozent ist Österreich
der zweitgrößte Markt in Europa.
"Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen rückt Solarthermie als
Alternative immer stärker in den Mittelpunkt. Um so
richtungsweisender ist der steirische Vorstoß, Solarthermie für
Neubauten in Zukunft per Verordnung verpflichtend einzuführen", so
Eveline Steinberger, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds.
Solarthermie bildet auch einen Schwerpunkt der aktuellen
Energieforschungsausschreibung "Neue Energien 2020" des Klima- und
Energiefonds, die insgesamt mit 40 Mio. Euro dotiert ist.
Nachgefragt werden zum Themenfeld Solarthermie insbesondere
Schlüsseltechnologien mit neuen kostengünstigeren Materialien,
Techniken zum thermischen Kühlen "Solar Cooling" und eine
Effizienz-Steigerung durch System-Intelligenz wie etwa
Weiterentwicklung solarer Kombinationssysteme und Gebäudeintegration.
"Wenn es gelänge, entsprechende Impulse zu setzen, um das Wachstum
bis 2010 zu steigern, wären im Kyoto Zieljahr 2010 in Österreich fast
3000 MWth Kollektorkapazität installiert. Der Gesamtumsatz der
Solarwärmebranche würde damit auf 850 Mio. EUR pro Jahr steigen. Die
jährlich erreichbare CO2-Reduktion betrüge somit gemäß der BSC-Studie
fast 1 Mio. Tonne", so Eveline Steinberger.
Zusammen mit der Schweiz weist Österreich die höchsten
Zuwachsraten der neu installierten Kollektorleistungen pro 1.000
Einwohner auf. Darüber hinaus ist mit GreenOneTec der weltweit größte
Flachkollektorenhersteller in Österreich zu Hause. Insgesamt wurden
2005 in Österreich 700.000 Quadratmeter Solarkollektorfläche (490
MWth) produziert, das entspricht einem Wachstum von 27 Prozent zum
Vorjahr. 38 Prozent davon wurden exportiert.
Solarthermie ersetzt im Gegensatz zur Photovoltaik direkt Gas, Öl
oder Strom für Heiz- und Kühlzwecke und könnte in Europa rund 30
Prozent der Ölimporte aus dem mittleren Osten ersetzen. Im Vergleich
mit anderen erneuerbaren Energien (Wasserkraft nicht berücksichtigt)
zeigt sich, dass der Beitrag der Solarkollektoren weltweit hinter
Wind am zweitgrößten ist. Mittlerweile werden durch solare
Dachanlagen weltweit bereits 45 Mio. Haushalte mit Warmwasser
versorgt.
Immer mehr Regierungen unterstützen die Gewinnung von Solarwärme
mittels Sonnenkollektoren durch finanzielle Anreize oder neue
Bauvorschriften. "Thermische Solaranlagen können heute im
Wesentlichen wirtschaftlich betrieben werden. Es wäre wünschenswert,
dass weitere Bundesländer dem steirischen Beispiel folgen", so
Eveline Steinberger abschließend.
Rückfragehinweis:
Klima- und Energiefonds
Sonja Ammann
Tel.: 01 / 585 03 90-23
mailto:[email protected]
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