Klimafonds begrüßt steirischen Vorstoß bei Solarthermie

Solarthermie kann wichtigen Beitrag zum österreichischen Kyoto-Ziel leisten

Wien (OTS) - Österreich zählt bei Solarthermie mit Deutschland und Griechenland zu den führenden Staaten in Europa. Mit einer installierten Kollektorfläche von 240.000 Quadratmetern bzw. 168 MW thermischer Energie und einem Wachstum um 33 Prozent ist Österreich der zweitgrößte Markt in Europa.

"Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen rückt Solarthermie als Alternative immer stärker in den Mittelpunkt. Um so richtungsweisender ist der steirische Vorstoß, Solarthermie für Neubauten in Zukunft per Verordnung verpflichtend einzuführen", so Eveline Steinberger, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds. Solarthermie bildet auch einen Schwerpunkt der aktuellen Energieforschungsausschreibung "Neue Energien 2020" des Klima- und Energiefonds, die insgesamt mit 40 Mio. Euro dotiert ist. Nachgefragt werden zum Themenfeld Solarthermie insbesondere Schlüsseltechnologien mit neuen kostengünstigeren Materialien, Techniken zum thermischen Kühlen "Solar Cooling" und eine Effizienz-Steigerung durch System-Intelligenz wie etwa Weiterentwicklung solarer Kombinationssysteme und Gebäudeintegration.

"Wenn es gelänge, entsprechende Impulse zu setzen, um das Wachstum bis 2010 zu steigern, wären im Kyoto Zieljahr 2010 in Österreich fast 3000 MWth Kollektorkapazität installiert. Der Gesamtumsatz der Solarwärmebranche würde damit auf 850 Mio. EUR pro Jahr steigen. Die jährlich erreichbare CO2-Reduktion betrüge somit gemäß der BSC-Studie fast 1 Mio. Tonne", so Eveline Steinberger.

Zusammen mit der Schweiz weist Österreich die höchsten Zuwachsraten der neu installierten Kollektorleistungen pro 1.000 Einwohner auf. Darüber hinaus ist mit GreenOneTec der weltweit größte Flachkollektorenhersteller in Österreich zu Hause. Insgesamt wurden 2005 in Österreich 700.000 Quadratmeter Solarkollektorfläche (490 MWth) produziert, das entspricht einem Wachstum von 27 Prozent zum Vorjahr. 38 Prozent davon wurden exportiert.

Solarthermie ersetzt im Gegensatz zur Photovoltaik direkt Gas, Öl oder Strom für Heiz- und Kühlzwecke und könnte in Europa rund 30 Prozent der Ölimporte aus dem mittleren Osten ersetzen. Im Vergleich mit anderen erneuerbaren Energien (Wasserkraft nicht berücksichtigt) zeigt sich, dass der Beitrag der Solarkollektoren weltweit hinter Wind am zweitgrößten ist. Mittlerweile werden durch solare Dachanlagen weltweit bereits 45 Mio. Haushalte mit Warmwasser versorgt.

Immer mehr Regierungen unterstützen die Gewinnung von Solarwärme mittels Sonnenkollektoren durch finanzielle Anreize oder neue Bauvorschriften. "Thermische Solaranlagen können heute im Wesentlichen wirtschaftlich betrieben werden. Es wäre wünschenswert, dass weitere Bundesländer dem steirischen Beispiel folgen", so Eveline Steinberger abschließend.

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