Kickl zu Hundstorfer: Sozialminister als Arbeitszeitverkürzer Unglaubwürdigkeit in Person

SPÖ bisher braver Einpeitscher in Sachen Verlängerung der Arbeitszeit

Wien (OTS) - "SPÖ-Sozialminister Hundstorfer ist mit seinem Vorstoß, durch die Reduktion von Überstunden neue Arbeitsplätze schaffen zu wollen, die Unglaubwürdigkeit in Person. Sowohl als Gewerkschaftspräsident als auch in seiner bisherigen Tätigkeit als Sozialminister hat er nämlich den Unsinn der sogenannten 'Flexicurity' massiv unterstützt und die volle Flexibilisierung der Arbeitszeit, die im Grunde auf eine Ausweitung hinausläuft, inklusive Überstundenregelungen als Allheilmittel zur Arbeitsplatzsicherung angepriesen", so FPÖ-Generalsekretär und Arbeitnehmersprecher NAbg. Herbert Kickl zum neuen "Überstunden-Modell" des Sozialministers. Derselbe, der vor einem Jahr, also schon im Bewusstsein der Krise, seinen Sanktus zur Verlängerung der Arbeitszeit gegeben habe, trete jetzt für das Gegenteil ein.

Tatsache sei jedenfalls, dass die SPÖ in den letzten zweieinhalb Jahren bei allen einseitigen Verschlechterungen für Arbeitnehmer, die unterm Strich auf die Einführung des Prinzips "Leben, um zu arbeiten" statt "Arbeiten, um zu leben" hinauslaufen würden, federführend mitgewirkt habe. So habe man etwa locker die Bereitschaft gezeigt, die Zerstörung von familiären und gesellschaftlichen Strukturen genauso in Kauf zu nehmen wie gesundheitliche Risiken durch ausgedehnte und unregelmäßige Arbeitszeiten, so Kickl weiter.

Eine Reduktion der Arbeitszeit sei prinzipiell durchaus überlegenswert, allerdings dürfe das Faktum der Einkommensnotwendigkeit nicht außer Acht gelassen werden. Denn leider bedeute in Österreich Vollzeitarbeit noch lange nicht, dass man damit auch ein volles Auskommen für seinen Lebenserhalt hätte. Ein Faktum, das Hundstorfer - genauso wie die Problematik der atypisch Beschäftigten - wohl vergessen habe, sei nämlich, dass viele Arbeitnehmer infolge der verfehlten Lohnpolitik der Gewerkschaft und der Regierung über ein so geringes Einkommen verfügten, dass sie zum Auskommen für sich und ihre Familien inzwischen ein gewisses Maß an Überstunden benötigen würden. Dieses Problem müsse mitbedacht werden, wenn man über eine Reduktion diskutiere.

"Dass Hundstorfer auf Kosten der Hoffnungen von Arbeitslosen eher an einem PR-Gag als an einer wirklichen Lösung interessiert ist, zeigt ja schon seine Aussage, dass er keine Ergebnisse, sondern nur einen Diskussionsprozess haben will", schloss Kickl.

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