AK-Präsident Kalliauer: Gemeinsam für bessere Absicherung arbeitsloser Menschen

Linz (OTS) - Immer mehr Menschen sind von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit betroffen. Die Arbeiterkammer fordert eine bessere Absicherung bei Arbeitslosigkeit. Mit Unterstützung der Landesregierung will AK-Präsident Kalliauer im Herbst eine Initiative auf Bundesebene zur Erhöhung des Arbeitslosengeldes starten.

"Wir haben offensichtlich viele gemeinsame Ziele", reagiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer auf die breite Unterstützung der AK-Forderungen für die von der Krise betroffenen Arbeitnehmer/-innen durch Landesrat Viktor Sigl. "Mit dem verabschiedeten Initiativantrag des Landtages zur Anpassung der Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld auf durchschnittliches europäisches Niveau haben wir eine gemeinsame Basis, auf die Landesrat Sigl extra hingewiesen hat." Eine gemeinsame Vorgangsweise in Wien ist sinnvoll, denn Verhandlungspartner ist nicht nur Sozialminister Rudolf Hundstorfer, sondern vor allem Finanzminister Josef Pröll.

Verwundert ist Kalliauer jedoch, dass Landesrat Sigl die Aussetzverträge verteidigt: "Ich halte es für eine Unart, dass in Österreich Unternehmen Kosten einfach auf die Arbeitslosenversicherung abwälzen können. Das gibt es in keinem anderen Land in Europa in diesem Ausmaß." In skandinavischen Ländern ist das Malus-System für Betriebe, die diese Kosten häufig und gezielt abschieben, selbstverständlich und es zeigt auch Wirkung. "Es geht uns nicht darum, Unternehmen zu bestrafen, sondern es geht um Kostenwahrheit", sagt Kalliauer. "Denn wie kommen Betriebe, die keine Aussetzverträge machen, dazu, dass sie mit ihren Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung die Kosten anderer Betriebe finanzieren?"

Präsident Kalliauer will den oberösterreichischen "Pakt für Arbeit und Qualifizierung" (Land, Arbeitsmarktservice und Sozialpartner) weiterhin unterstützen, wenn die Forderungen der Arbeiterkammer aufgegriffen werden. "Und ich verstehe die Aussagen von Landesrat Sigl in diesem Sinne", so Kalliauer. Der Ausbau der aktiven Arbeitsmarktpolitik, die Weiterentwicklung der Kurzarbeit und Bildungskarenz, die qualitätsvolle und nachhaltige Ausbildung für Geringverdienende und die Förderung einer existenzsichernden Beschäftigung für gemeinnützige und gesellschaftlich erwünschte Arbeit sind dabei wichtige Eckpfeiler. Auch die Frage der Arbeitszeitverkürzung - etwa nach Branchen - wäre eine Maßnahme, die man auf regionaler Ebene angehen könnte.

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