• 07.08.2009, 11:59:20
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AK-Präsident Kalliauer: Gemeinsam für bessere Absicherung arbeitsloser Menschen

Linz (OTS) - Immer mehr Menschen sind von Arbeitslosigkeit und
Kurzarbeit betroffen. Die Arbeiterkammer fordert eine bessere
Absicherung bei Arbeitslosigkeit. Mit Unterstützung der
Landesregierung will AK-Präsident Kalliauer im Herbst eine Initiative
auf Bundesebene zur Erhöhung des Arbeitslosengeldes starten.

"Wir haben offensichtlich viele gemeinsame Ziele", reagiert
AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer auf die breite Unterstützung der
AK-Forderungen für die von der Krise betroffenen Arbeitnehmer/-innen
durch Landesrat Viktor Sigl. "Mit dem verabschiedeten Initiativantrag
des Landtages zur Anpassung der Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld
auf durchschnittliches europäisches Niveau haben wir eine gemeinsame
Basis, auf die Landesrat Sigl extra hingewiesen hat." Eine gemeinsame
Vorgangsweise in Wien ist sinnvoll, denn Verhandlungspartner ist
nicht nur Sozialminister Rudolf Hundstorfer, sondern vor allem
Finanzminister Josef Pröll.

Verwundert ist Kalliauer jedoch, dass Landesrat Sigl die
Aussetzverträge verteidigt: "Ich halte es für eine Unart, dass in
Österreich Unternehmen Kosten einfach auf die
Arbeitslosenversicherung abwälzen können. Das gibt es in keinem
anderen Land in Europa in diesem Ausmaß." In skandinavischen Ländern
ist das Malus-System für Betriebe, die diese Kosten häufig und
gezielt abschieben, selbstverständlich und es zeigt auch Wirkung. "Es
geht uns nicht darum, Unternehmen zu bestrafen, sondern es geht um
Kostenwahrheit", sagt Kalliauer. "Denn wie kommen Betriebe, die keine
Aussetzverträge machen, dazu, dass sie mit ihren Beiträgen zur
Arbeitslosenversicherung die Kosten anderer Betriebe finanzieren?"

Präsident Kalliauer will den oberösterreichischen "Pakt für Arbeit
und Qualifizierung" (Land, Arbeitsmarktservice und Sozialpartner)
weiterhin unterstützen, wenn die Forderungen der Arbeiterkammer
aufgegriffen werden. "Und ich verstehe die Aussagen von Landesrat
Sigl in diesem Sinne", so Kalliauer. Der Ausbau der aktiven
Arbeitsmarktpolitik, die Weiterentwicklung der Kurzarbeit und
Bildungskarenz, die qualitätsvolle und nachhaltige Ausbildung für
Geringverdienende und die Förderung einer existenzsichernden
Beschäftigung für gemeinnützige und gesellschaftlich erwünschte
Arbeit sind dabei wichtige Eckpfeiler. Auch die Frage der
Arbeitszeitverkürzung - etwa nach Branchen - wäre eine Maßnahme, die
man auf regionaler Ebene angehen könnte.

Rückfragehinweis:

Arbeiterkammer Oberösterreich
   Kommunikation
   Margit Schrenk
   Tel.: (0732) 6906-2182
   mailto:[email protected]
   http://www.arbeiterkammer.com

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