Neues Volksblatt: "Drüberfahren" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 5. August 2009

Linz (OTS) - Es hat sich als keine gute Strategie erwiesen, als
die sozialdemokratische Unterrichtsministerin Claudia Schmied im Februar den Lehrern via Fernsehen mitteilte, sie sollten sich mit einer um zwei Wochenstunden ausgeweiteten Unterrichtsverpflichtung anfreunden.
Die Lehrer haben sich nicht angefreundet und herausgekommen ist genau genommen nichts. Ein bisschen haben die Lehrer nachgegeben, damit ihre Ministerin nicht ganz als Verliererin dasteht.
Und jetzt knallt die Salzburger Landesregierung unter der sozialdemokratischen Landeshauptfrau Gabi Burgstaller ihren Bediensteten eine Nulllohnrunde auf den Tisch. Ohne Gespräche mit der Gewerkschaft, wie der oberste Beamtengewerkschafter Fritz Neugebauer kritisiert.
Was bei solchen Versuchen, über die Betroffenen drüberzufahren, herauskommt, hat man bei den Lehrern gesehen - und offensichtlich schon vergessen.
Im oö. Landesdienst hat der "schwarze" Personalreferent eine Besoldungs- und eine Pensionsreform und eine Reduktion um 1000 Dienstposten umgesetzt. Allerdings im Einvernehmen mit den Bediensteten, weshalb diese Reformen - im Gegensatz zu den Drüberfahr-Aktionen - gelungen sind.
Man sieht: Es lohnt sich, mit den Betroffenen zu reden.

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