- 30.07.2009, 21:07:51
- /
- OTS0209 OTW0209
Neues Volksblatt: "Fairness" (von Michael Kaltenberger)
Ausgabe vom 31. Juli 2009
Linz (OTS) - Ein paar "Kriegsgewinnler" gibt es immer, aber sonst
ist niemand, der mit viel Geld zu tun hat, von der weltweiten
Wirtschaftskrise und dem Zusammenbruch der Finanzmärkte verschont
geblieben. Und weil in Österreich auch viele Sozialdemokraten
Verantwortung im Staat und in Unternehmen tragen und daher viel Geld
zu verwalten haben, sind auch sie und mit ihnen jene nicht verschont
geblieben, denen das Geld eigentlich gehört: die Steuerzahler, die
Anleger, die Betriebspensionisten und so weiter und so fort.
Deshalb kann man sich nur wundern, dass sich Sozialisten hinstellen,
moralisieren und mit den Fingern auf Andere zeigen, obwohl sie selbst
genau so involviert sind wie jene, die sie anschwärzen.
Natürlich muss man untersuchen, ob bei den Finanztransaktionen alles
mit rechten Dingen zugegangen ist, schließlich geht es um Steuergeld
oder um das der Pensionsten; man sollte sich aber vor
Vorverurteilungen hüten und nicht jeden Verlust von Vornherein als
kriminelle Machenschaft verdächtigen. Schon allein aus Vorsicht, denn
allzu schnell ist man selbst im Zentrum der Kritik. Und dann von den
Anderen jene Fairness zu fordern, die man selbst nicht walten hat
lassen, ist doch etwas viel verlangt.
Wer andern eine Grube
gräbt ...
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB






