• 28.07.2009, 10:07:21
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Mit dem Auto in den Urlaub - aber ohne zurück

Autodiebstahl oder -einbruch ist im Urlaub besonders belastend. Doch: Nur knapp jeder Zweite trifft Vorkehrungen, um sein Fahrzeug zu schützen.

Wien (OTS) - 429 Autos mit österreichischer Zulassung wurden 2008
im Ausland gestohlen. Verglichen mit den 6.827 Fahrzeugen, die im
Inland gestohlen wurden, erscheint diese Zahl gering. Der Schock im
meist fremdsprachigen Urlaubsland plötzlich ohne Auto oder Bargeld zu
sein, sitzt aber besonders tief. Hinzukommen Einbrüche in Autos, bei
denen zurückgelassene Navigationsgeräte, MP3-Player, Mobiltelefone,
Bargeld oder Dokumente wie Reisepass oder Führerschein gestohlen
werden. Dennoch: 43 Prozent der Autourlauber treffen keine
Vorkehrungen, um ihren Pkw vor Diebstahl oder Einbruch zu schützen.
Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Kuratoriums für
Verkehrssicherheit (KfV) im Auftrag der Basler Versicherung hervor,
bei der österreichweit 900 Personen befragt wurden. "Gerade Pkws von
Urlaubern sind beliebte Objekte von Autodieben, da sie häufig
vollbepackt sind und Wertgegenstände viel zu oft leichtfertig
zurückgelassen werden. Autobesitzer können sich aber schützen: Schon
einfache Sicherheitsmaßnahmen können Täter abschrecken und
Tatgelegenheiten reduzieren", sagt Mag. Birgit Zetinigg, Leiterin des
Bereichs Eigentum & Feuer im Kuratorium für Verkehrssicherheit.

Häufigste Vorkehrungen: Wertgegenstände mitnehmen und technischer
Schutz

Mehr als zwei Drittel (70%) jener Befragten, die angeben
Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, versuchen ihr Auto zu schützen,
indem sie keine Wertgegenstände im Auto zurücklassen
(Mehrfachantworten möglich). "Liegen Handy, Spielkonsole oder
Navigationsgerät offensichtlich im Fahrzeug, ist das beinahe eine
direkte Einladung für Täter. Das Auto sollte grundsätzlich auch bei
kurzen Abwesenheiten zum Beispiel an Raststationen versperrt werden.
Fenster und Türen sollten geschlossen, und wertvolle Gegenstände
immer mitgenommen werden", rät Zetinigg. Zwei Drittel der Befragten,
die Vorkehrungen treffen, gaben an, für technischen Schutz zu sorgen.
Dazu zählen beispielsweise Wegfahrsperren oder Alarmanlagen. Bewachte
Parkplätze werden von 45 Prozent der Autourlauber, die vorsorgen, als
Schutzmaßnahme gewählt.

Wie Täter vorgehen

"Autoeinbrüche und -diebstähle passieren nachts vor allem in
Nebenstraßen oder unbelebten Straßen, tagsüber sind Großparkplätze,
Parkhäuser oder Ausflugsparkplätze beliebte Tatorte. Zu jeder
Tageszeit ist ein bewachter und gut beleuchteter Parkplatz einem
unbewachten vorzuziehen", empfiehlt Zetinigg. Diebe und Einbrecher
können in ihrer Vorgehensweise unterschieden werden: "Autodiebe
müssen das gestohlene Auto fahren, deshalb bevorzugen sie eine
Öffnung des Fahrzeuges, die keine bzw. möglichst geringe
offensichtliche Schäden verursacht. Sie wählen vor allem Autos mit
leicht geöffneten Fenstern oder Schiebedächern aus - das Risiko wegen
einer fehlenden Scheibe erwischt zu werden, ist den meisten zu groß",
erklärt Zetinigg. Autoeinbrecher hingegen dringen oft schnell und
gewaltsam durch das Einschlagen, Einwerfen oder Herausreißen von
Scheiben in das Fahrzeug ein. Der offensichtliche Schaden ist für sie
nicht relevant, da der Einbruch innerhalb weniger Sekunden beendet
ist. "Autoeinbrecher gehen meist gezielt vor, wenn sie einen
bestimmten Gegenstand von außen sehen oder aufgrund anderer Merkmale
wie z.B. bei teuren Autos Wertvolles im Inneren vermuten", weiß
Zetinigg.

Was tun bei Autodiebstahl oder -einbruch im Urlaub?

Der erste Weg nach einem Autodiebstahl oder -einbruch muss zur
örtlichen Polizei führen. Sind die Sprachbarrieren zu groß, hilft der
Anruf bei der österreichischen Botschaft oder dem zuständigen
Konsulat. Bei Verlust von Kredit- und Bankomatkarten müssen diese
gesperrt werden, ebenso wie das Handy. Für diesen Fall sollten Sie
die entsprechenden Notfallnummern und Codes immer getrennt von
Bankkarten oder Handy bei sich haben. Sollten wichtige Dokumente wie
etwa der Reisepass abhanden gekommen sein, muss man sich an die
Botschaft wenden. Diese Prozedur ist einfacher, wenn zur Sicherheit
Kopien der Dokumente im Hotelsafe oder in einem Online-Dokumentensafe
hinterlegt wurden. Wertvolle Hilfe bei der Ersatzbeschaffung von auf
einer Reise abhanden gekommenen Dokumenten erhalten Sie auch, wenn
eine KFZ-Assistance-Versicherung abgeschlossen wurde. Diese bietet
ebenso Unterstützung bei der Organisation und Kostenübernahme von
Mietwagen oder Übernachtungsmöglichkeiten nach dem Diebstahl eines
Autos. "Speziell bei Autodiebstahl ist es hilfreich, einen
umfangreichen KfZ-Versicherungsschutz zu haben", weiss Mag. Karen
Reiners, Marketingleiterin der Basler Versichung in Österreich. Nur
etwa jeder Dritte (29%) verfügt über eine
Fahrzeug-Diebstahlversicherung, die in den unterschiedlichen
Kasko-Versicherungsvarianten enthalten ist. Im Rahmen von
Kasko-Versicherungen besteht zusätzlich die Möglichkeit, Gegenstände
des persönlichen Bedarfs, die sich im Fahrzeug befinden, aber auch
z.B. Wunschkennzeichen gegen Diebstahl zu versichern. Einen
innovativen Diebstahlschutz bietet auch das innovative Mighty Dots
System, bei dem Wertgegenstände und Fahrzeuge mit unsichtbaren
Mikropunkten markiert werden, die es der Polizei durch den
enthaltenen PIN erlauben, den rechtmäßigen Besitzer jederzeit zu
identifizieren. "Dieses Schutzsystem ist einer der Vorteilsleistungen
der Schutzmappe Auto und Fahrt, die Basler Kunden im Rahmen der
Basler Sicherheitswelt erhalten", freut sich Karen Reiners.

Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Stefanie Rath
Marketing & Kommunikation
Tel.: 0577077-1910
E-Mail: [email protected]

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