• 28.07.2009, 10:05:12
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Spediteure begrüßen AUSPED III-Stiftung

In Krisenzeiten wichtige Hilfe für Branche - Mittel für rund 630 Stiftungsteilnehmer projektiert

Wien (PWK580) - Mit der Genehmigung durch das Arbeitsmarktservice
startet die Speditionsstiftung AUSPED nun ein weiteres Programm zur
Unterstützung der Branche. Wie bereits anlässlich des
österreichischen EU-Beitritts 1995 und der EU-Erweiterung 2004 wird
AUSPED auch in der aktuellen wirtschaftlich schwierigen Situation
Dienstgeber wie ArbeitnehmerInnen in der Speditionsbranche
unterstützen, wie Fachverbandsobmann Walter Mönichweger erklärt:
"Besonders der Rückgang im Produktionssektor zieht eine substantiell
verringerte Nachfrage nach speditionellen, logistischen
Dienstleistungen nach sich." Gerade eine spezialisierte Branche - die
österreichischen Spediteure weisen etwa 1.500 Unternehmen auf -
müsste ihre Attraktivität auch durch soziale Verantwortung beweisen.
"Wenn wir uns in Krisenzeiten über den unmittelbaren betrieblichen
Bedarf um unsere Mitarbeiter kümmern, tragen wir dazu bei, auch
künftig engagierte und qualifizierte Mitarbeiter zu finden",
skizziert Mönichweger branchenpolitischen Hintergrund und soziale
Verantwortung.

Um im gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld die
österreichische Speditionswirtschaft zu unterstützen, forcierten
beide Sozialpartnerseiten die neuerliche Stiftung. Angestellte, die
in den Speditionsbetrieben ihren Arbeitsplatz verlieren, können in
die Speditionsstiftung aufgenommen werden und werden in der
Optimierung ihrer beruflichen Qualifikation - im wesentlichen durch
marktorientierte Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen - unterstützt.
Alexander Friesz, Kollektivvertrags-Chefverhandler auf
Arbeitgeberseite unterstreicht den AUSPED-Auftrag: "Ich bin froh über
diesen Erfolg angewandter Sozialpartnerschaft. Wir bieten mit der
Stiftung jahrelang verdienten Mitarbeitern eine fundierte
Fortbildungsmöglichkeit und damit Chancen auf einen erfolgreichen
Wiedereinstieg in ein aktives Berufsleben." Nicht zuletzt wird durch
die Qualifizierungsmöglichkeiten auch der auf den Unternehmen
lastende Druck, betriebswirtschaftlich notwendige
Personalentscheidungen angesichts des angespannten Arbeitmarktes
hinauszuzögern, verringert.

Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt zur Hälfte durch Mittel des
Arbeitsmarkservice sowie durch Zahlungen der Bundesländer. Die
weiteren 50 % der Finanzmittel werden von der Branche im Weg eines
Zusatz-Kollektivvertrages aufgebracht. Projektiert ist für etwa 630
Stiftungsteilnehmer ein Finanzvolumen von knapp Euro 5 Mio. Die
Eintrittsfrist in die AUSPED endet mit Erreichen der maximalen
Teilnehmerzahl jedenfalls aber mit Jahresende 2010. "Mit der
kollektivvertraglichen Finanzierung haben wir einen Erfolg
angewandter Sozialpartnerschaft erzielt", unterstreichen Friesz und
Mönichweger unisono.

Harald Bollmann, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in
der Wirtschaftskammer Österreich sowie Obmann der Wiener Spediteure
sieht AUSPED III ebenfalls positiv: "Die Beiträge der öffentlichen
Körperschaften sind natürlich zu begrüßen. Aber ich möchte schon
hervorheben, dass hier ein hoch spezialisierter Wirtschaftszweig, der
voll im internationalen Wettbewerb steht, ganz massiv solidarische
Selbsthilfe organisiert und umsetzt." (us)

Rückfragehinweis:

Dr. Ernst Pollak 
   Sparte Transport und Verkehr
   Sparte Information und Consulting
   Wirtschaftskammer Wien
   Schwarzenbergplatz 14 | 1041 Wien
   T 01 514 50-3510, 3710 | F 01 514 50-3580, 3740
   E [email protected] | W http://wko.at/wien

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