• 28.07.2009, 09:06:32
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ARBÖ: Überfauler Abfall, der aus dem Autofenster fliegt

Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer - Straßenränder sind keine Mistkübel

Wien (OTS) - Laut Angaben der ASFINAG werden jährlich
österreichweit schätzungsweise rund 12.500 Tonnen Müll von der
Straßenrändern der Autobahnen und Schnellstraßen entfernt. Eine
Studie der Wirtschaftsuniversität Wien im Auftrag der
Magistratsabteilung 48 ergab, dass allein in Wien pro Jahr knapp 868
Millionen Zigarettenstummel mit einem Gesamtgewicht von mehr als 300
Tonnen zusammengekehrt werden. Wie viele "Tschick" davon aus den
Autofenster geworfen wurden ist unbekannt, aber sicherlich auch
beträchtlich, nachdem 40 Prozent der Raucher angaben, die
Zigarettenstummel eher aus dem Auto zu werfen, als im
Autoaschenbecher auszudämpfen. Was aus dem Autofenster geworfen wird,
kann jedoch zum Sicherheitsrisiko werden. Der ARBÖ appelliert an die
Autofahrer, auch im Fahrzeug zum Umweltbewusstsein beizutragen.

Viele Verkehrsteilnehmer verwechseln leider die Straße mit einem
riesengroßen Mistkübel und werfen ihren Abfall einfach aus dem
Autofenster. "Dadurch werden nicht nur die Straßen verschmutzt,
sondern es können auch nachfolgende Fahrzeuglenker irritiert,
Zweiradfahrer oder Fußgänger sogar gefährdet werden", warnt Sieglinde
Rernböck vom ARBÖ. Jeder Fußgänger oder Zweiradfahrer, der schon
einmal einen glühenden Zigarettenstummel zwischen die Füße oder ins
Gesicht geworfen bekommen hat, wird wissen, was damit gemeint ist. Im
Schreckmoment selbst hat man dann kaum die Chance, sich das
Kennzeichen des entsprechenden Fahrzeuges zu notieren, um Anzeige zu
erstatten.

In Wien können die sogenannten "Waste Watcher" im Rahmen des
Wiener Reinhaltegesetzes auch Verunreinigungen durch Autofahrer
bestrafen. Wirft jemand beispielsweise eine PET-Flasche aus dem
fahrenden Auto, so werden die Daten (Kennzeichen etc.) aufgenommen
und bei der Behörde zur Anzeige gebracht. Der Strafrahmen kann bis zu
1.000 Euro ausmachen. In schwerwiegenden Fällen kann sich dieser
Betrag auch verdoppeln.

Doch auch der Zigaretten rauchende Fahrzeuglenker selbst lebt
gefährlich. Gerade jetzt sind oft alle Fahrzeugfenster geöffnet, was
jedoch beim vorderen Fenster rausfliegt, weht der Fahrtwind beim
hinteren wieder herein. "Ein glühender Zigarettenrest macht sich
jedoch gar nicht gut auf der Rückbank", so Rernböck.

ARBÖ-Umwelttipps:

* Abfälle in einem Plastik- oder Papiersackerl sammeln und bei
nächster Gelegenheit in einen Abfallkübel werfen.

* Wenn möglich den Abfall nach Aludosen, Glasflaschen oder Papier vom
Restmüll trennen und bei nächster Gelegenheit in die dafür
vorgesehenen Müllcontainer werfen.

* Zigaretten nur im Aschenbecher ausdämpfen.

* Aschenbecher nur in einem Mistkübel entleeren und nicht einfach auf
die Fahrbahn kippen. Auf eventuelle Restglut achten!

* Und last but not least: Alte Autoreifen oder -batterien bei einem
Sondermüllabgabeplatz abgeben, statt diese im Wald oder Flur wild zu
deponieren.

Rückfragehinweis:
ARBÖ Interessensvertretung & Öffentlichkeitsarbeit
Sieglinde Rernböck
Tel.: (++43-1) 891 21-244
mailto:[email protected]
http://www.arboe.at

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