• 27.07.2009, 13:41:09
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BIO AUSTRIA: Klimaforschungsprogramm StartClim - Landwirtschaft braucht Klima-Hilfe

Vierbauch verweist auf die Vorbildroller der Bio-Landwirtschaft und fordert Bildungsoffensive

Wien (OTS) - Anlässlich der Präsentation des
Klimaforschungsprogramm StartClim2008 durch Univ.-Prof. Dr. Helga
Kromp-Kolb und Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich heute in
Wien, verweist Rudi Vierbauch, Obmann von BIO AUSTRIA, auf die
Vorbildroller der Bio-Landwirtschaft zur Reduktion von
Treibhausgasemissionen und fordert eine Klima-Bildungsoffensive für
die heimische Landwirtschaft.

Die Landwirtschaft ist ein globaler Klimafaktor. Sie hat
einerseits beträchtlichen Einfluss auf den Klimawandel, in dem sie
selbst Treibhausgas-Emissionen verursacht. Andererseits sind die
Bauern auch Leitragende der klimatischen Veränderungen und deren
gesamtökologischen Auswirkungen. "Der Klimawandel verändert nicht nur
unsere Produktionsbedingungen am Feld und am Acker, sondern wirft
auch Fragen der Energieknappheit und Ernährungssicherung auf. Besteht
das politische Ziel in Österreich, die Treibhausgas-Emissionen
maßgeblich, nachhaltig und verantwortungsvoll zu reduzieren, dann
wird die Bio-Landwirtschaft durch ihr produktionsbedingtes
Klimaschutzpotenzial eine zentrale Rolle spielen müssen. Die
Entscheidung von 20.102 österreichischen Landwirtinnen als
BiobäuerInnen und Biobauern zu arbeiten und zu leben ist ein
engagierter Beitrag zum Klimaschutz. Es zeigt sich auch, dass die
biologische Wirtschaftsweise nicht nur Treibhausgasemissionen
einspart sondern auch besser auf veränderte Klimabedingungen
reagieren kann. Die schonende Bodenbearbeitung und der Aufbau von
Humusböden beispielsweise reduziert Treibhausgasemissionen und
gleichzeitig haben diese Bio-Böden im Fall von Hochwasser eine
wesentlich bessere Wasseraufnahmefähigkeit. Die Landwirtschaft in
Österreich ist nicht ein Problem für den Klimaschutz, sondern Teil
der Lösung - wir Biobauern ganz speziell. Sie sind die
österreichischen Zukunftsbauern", reagiert Rudi Vierbauch auf die
angekündigte Forschungsinitiative StartClim zur Entwicklung von
Anpassungsstrategien an den Klimawandel in Österreich.

BIO AUSTRIA unterstützt als Kooperationspartner die von Greenpeace
lancierten Kampagne "1.000.000 Taten für den Klimaschutz". Die
heimischen Biobauern verzichten auf energieintensive Dünger und
Pflanzenschutzmittel und Humusböden werden als wichtige CO2 Speicher
aufgebaut. Durch eine flächendeckende Umstellung auf eine biologische
Wirtschaftsweise könnte die heimische Landwirtschaft rund eine
Million Tonnen Treibhausgase einsparen und so ihrer
gesellschaftlichen Verantwortung in punkto Klimaschutz nachkommen.
"Wir alle sind aufgefordert konkrete Taten für den Klimaschutz zu
setzen. In dem Sinn kann ich nur an Minister Berlakovich appellieren,
die Bio-Landwirtschaft in ihrer Vorbildfunktion für die heimische
Landwirtschaft weiter zu unterstützen und deren Potential für die
Entwicklung von Anpassungsstrategien im Rahmen von StartClim eine
zentrale Rolle zuzuweisen. Darüber hinaus braucht es eine
Bildungsoffensive für die heimischen Bauern am Betrieb bzw. für die
HofnachfolgerInnen in den Landwirtschaftsschulen, um über
Klima-Anpassungsstrategien gerade auch in Richtung Bio-Landbau zu
informieren und auszubilden", schließt Vierbauch.

Rückfragehinweis:
Mag. Lukas Schrattenthaler
BIO AUSTRIA Presse
Mobil:0676 842214 214
mailto:[email protected]

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