- 27.07.2009, 10:48:22
- /
- OTS0055 OTW0055
Mölzer: Für rasche Aufnahme der Beitrittsverhandlungen mit Reykjavik
Island ist ein europäisches Land - Reykjavik muß aufpassen, daß es bei Verhandlungen über Fischerei nicht von Brüssel über den Tisch gezogen wird
Wien (OTS) - Für die rasche Aufnahme von Beitrittsverhandlungen
mit Reykjavik sprach sich der freiheitliche Delegationsleiter im
Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, aus. "Bereits heute kann der
EU-Außenministerrat erste Weichenstellungen vornehmen. Schließlich
ist Island im Gegensatz zur Türkei ein europäisches Land und hat
wegen seiner Teilnahme am EWR bereits einen Großteil des
EU-Regelwerks übernommen", so Mölzer weiter.
Allerdings warnte der freiheitliche EU-Mandatar Island davor, zu hohe
Erwartungen in eine EU-Mitgliedschaft zu setzen. "Es ist
verständlich, daß das von der internationalen Wirtschafts- und
Finanzkrise getroffene Land in der EU sowie in der Einführung des
Euro einen Rettungsanker sucht. Jedoch wird es die EU-Mitgliedschaft
nicht zum Nulltarif geben, vielmehr werden die Isländer dafür einen
hohen Preis zahlen müssen", betonte Mölzer.
In diesem Zusammenhang wies Mölzer auf den Zugang zu den isländischen
Fischereigewässern hin: "Die Fischerei ist für Island ein besonders
wichtiger Wirtschaftszweig, aber auch so manches EU-Mitglied hat auf
die isländischen Fischereigewässer ein begehrliches Auge geworfen. In
diesem Punkt wird Reykjavik hart verhandeln und aufpassen müssen,
nicht von Brüssel über den Tisch gezogen zu werden. Vor allem muß
sich Island vor befristeten Lösungen hüten. Der österreichische
Transitvertrag, der ersatzlos ausgelaufen ist, kann Island als
warnendes Beispiel dienen", schloß der freiheitliche
Europaparlamentarier.
Rückfragehinweis:
FPÖ
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK






