• 24.07.2009, 09:22:25
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Kopetz: "Verbund & Co leisten Beitrag zur Mobilität der Zukunft"

Österreichischer Biomasse-Verband begrüßt Vorstoß für Elektromobilität

Wien (OTS) - Der Vorstoß eines österreichischen Konsortiums rund
um die Verbundgesellschaft, Siemens Österreich, Magna und
Forschungsinstitutionen zum raschen Ausbau der Elektromobilität in
Österreich wird vom Österreichischen Biomasse-Verband außerordentlich
begrüßt. "Wenn es tatsächlich bis 2020 gelingt, dass 100.000
Elektroautos auf Österreichs Straßen fahren, dann würde dadurch etwa
ein Prozent des Bedarfs an flüssigen Treibstoffen ersetzt," so Dr.
Heinz Kopetz, Präsident des Österreichischen und Europäischen
Biomasse-Verbandes, in einer Reaktion auf die Pläne des Konsortiums.
Dies hat besonders deshalb eine hohe Bedeutung, da Österreich im
Rahmen der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien bis 2020 die
gesetzliche Verpflichtung hat, mindestens zehn Prozent der Mobilität
aus erneuerbaren Quellen zu decken.

Alle erneuerbaren Quellen nutzen

Als erneuerbare Quellen im Bereich der Mobilität bieten sich
Bioethanol, Biodiesel und Biomethan genauso wie Strom aus
erneuerbarer Quellen an. "Allerdings werden Elektroautos nur mit
jenem Prozentsatz als Mobilität aus erneuerbaren Quellen gewertet,
der dem Anteil der Ökostromerzeugung an der gesamten Stromerzeugung
des Mitgliedslandes entspricht. Daher gilt: Je höher der Anteil der
Ökostromproduktion im Jahr 2020 sein wird, umso höher wird der
Prozentsatz sein, mit der Elektroautos als erneuerbare Mobilität
angerechnet werden," so Kopetz weiter. Der Schritt zu Elektroautos
unterstreicht daher die Bedeutung einer erhöhten Stromerzeugung aus
erneuerbaren Quellen. Denn wenn es gelingt, den Anteil der
Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen auf 85 % zu erhöhen, wie dies
die letzte Regierung anstrebte, dann würden auch 85 % der
Elektromobilität auf das 10 %-Ziel erneuerbare Mobilität angerechnet.
Werden dagegen überwiegend Gaskraftwerke anstatt Windrädern oder
Biogasanlagen gebaut und der Anteil der erneuerbaren Stromerzeugung
damit auf 50 % gesenkt, so werden Elektroautos nur zur Hälfte auf das
10 %-Ziel angerechnet.

Grenzen auch bei Elektromobilität vorhanden

Die realistische Zielsetzung - 100.000 Elektroautos bis 2020 -
zeigt aber auch die Grenzen der neuen Technologie auf. Denn immerhin
werden dann noch 99 % des Treibstoffbedarfs durch flüssige oder
gasförmige Treibstoffe zu decken sein. Ein Grund für die derzeitigen
Grenzen der Elektromobilität liegt in der Speicherung der notwendigen
Energie. "Aus physikalischen Gründen sind Batterien mit etwa zehn
Kilogramm Gewicht notwendig, um eine Energiemenge von einem Liter
Diesel zu speichern. Daraus kann man schon sehen, dass Strom in den
nächsten Jahrzehnten nur für ein eher kleines Segment des gesamten
Verkehrsspektrums in Frage kommt. Auch der Beitrag der Biotreibstoffe
wird sich schwer über die angestrebten zehn Prozent hinaus steigern
lassen," so das Resümee des Vorsitzenden.

Daraus muss man folgern, dass fossile Treibstoffe auf Jahrzehnte
hinaus im Verkehrssektor nur sehr schwer substituierbar sind. "Umso
unverständlicher ist es daher, dass immer noch große Mengen fossiler
Energieträger zur Wärmeproduktion in Betrieben und Haushalten
eingesetzt werden, wo diese doch einfach und kostengünstig durch
Biomasse und Solarthermie ersetzt werden können. Auf diese
Zusammenhänge ist besonders auch bei der Erarbeitung der
'Energiestrategie Österreich' Bedacht zu nehmen," so Kopetz
abschließend.

Rückfragehinweis:

DI Gregor Grill
   Österreichischer Biomasse-Verband
   Franz Josefs-Kai 13
   A-1010 Wien
   Tel: +43-1-533 07 97-25
   Fax: +43-1-533 07 97-90
   E-Mail: [email protected]
   Web: www.biomasseverband.at

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