Spitzenforschung in Finanznöten

Die Anpassung der FWF-Gehaltssätze finden im Gegensatz zu allen anderen Berufsgruppen mit einem halben Jahr Verspätung statt.

Wien (OTS) - Aufgrund der späten Bekanntgabe des Budgets 2009/2010 kam es zum Ausfall von zwei Vergabesitzungen des FWF. Kompetitiv vergebene Forschungsprojekte wurden dadurch um mindestens vier Monate verzögert.

Auch die Beschlussfassung über die Inflationsabgeltung für 2008 wurde erst im Mai getroffen. Diese Anpassung erfolgt nicht rückwirkend per 1. Jänner 2009, so wie für Beamte und andere öffentliche Bedienstete,sondern erst mit Juni 2009. Dies führt zu einer Ungleichbehandlung von NachwuchsforscherInnen, die ohnehin schon unterbezahlt sind im Hinblick auf ihre erbrachten Leistungen.

"Gerade junge Nachwuchskräfte, die am Anfang ihrer Karriere stehen und daher wenig verdienen, werden dadurch benachteiligt!", meint DI Markus Holzweber, Vorsitzender der Studienvertretung Doktorat.

"Bei kompetitiv Vergebenen Forschungsprojekten werden oft internationale Spitzenkräfte angeworben, die nun gegenüber allen anderen Bediensteten der Universitäten benachteiligt werden. Aus dem Kollektivvertrag sind sie die nächsten drei Jahr auch ausgenommen.", ergänzt DI DI Peter Kristöfel, welcher selbst bei einem Nachwuchs-Förderprogramm des FWF angestellt ist.

An der TU Wien betrifft dies circa 300 Personen, die die gleiche Arbeit leisten wie andere Universitätsbedienstete des selben Ausbildungsstandes, und mit diesen im gleichen Zimmer sitzen.

"Im besten Fall wird die Steuerentlastung, die zur Zeit in allen Medien mit großen Inseraten beworben wird, konterkariert, im schlechtesten Fall überlegen sich die ForscherInnen, ob sie weiterhin in Österreich bleiben wollen, wenn sie von der Regierung weiterhin finanziell schlechter gestellt werden werden.", so DI Holzweber weiters.

Auch der Betriebsrat der Technischen Universität Wien wurde diesbezüglich kontaktiert und hat sich mittlerweile dieser Sache angenommen.

"Wir hoffen, dass die Betriebsräte aller österreichischen Universitäten hierzu Stellung nehmen. Bundesminister Dr. Hahn ist gefordert sich bei seinem Parteikollegen Finanzminister DI Pröll für eine ausreichende Finanzierung der Forschung einzusetzen und diese Ungerechtigkeit zu beseitigen.", schließt DI Kristöfel.

Die Studienvertretung Doktorat wird sich jedenfalls weiterhin für die gleiche und gerechte Bezahlung aller Doktoratsstudierenden einsetzen.

Die HTU Wien (Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der TU Wien) ist die gesetzliche Interessensvertretung der Studierenden an der TU Wien.

Rückfragen & Kontakt:

DI DI Peter Kristöfel
Tel.: 0650 / 3288115
Email: fsdr@fsmat.at

DI Markus Holzweber
Tel.: 0699 / 12150439
Email: fsdr@fsmat.at

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