Korrektur zu OTS 01834 -Königsberger-Ludwig: Politik muss sich an den vielfältigen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung orientieren

Bewusstseinsbildende Maßnahmen vorantreiben - vor allem bei UnternehmerInnen

Wien (SK) - Bitte lesen Sie die OTS 01834 wie folgt:

Wien (SK) Die SPÖ-Behindertensprecherin Ulrike Königsberger-Ludwig zog heute, Dienstag, im Nationalrat Resümee über den jüngsten Bericht über Menschen mit Behinderung: "Menschen mit Behinderung sind eine sehr heterogene Gruppe, mit sehr speziellen und unterschiedlichen Bedürfnissen, Forderungen und Anforderungen. Genauso vielfältig muss sich auch die Politik gestalten, am Ende muss aber immer die Integration - die Inklusion - von Menschen mit Behinderungen am sozialen und wirtschaftlichen Leben stehen".

Auf dem Weg dahin wurden im Berichtszeitraum eine Reihe von Gesetzen verabschiedet wie z.B. die Anerkennung der Gebärdensprache, das Bundesbehindertengleichstellungsgesetz, die Installierung des Behindertenanwalts und im Besonderen die Ratifizierung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen. Königsberger-Ludwig strich auch die Bedeutung von bewusstseinsbildenden Maßnahmen hervor, die dazu beitragen sollen, die Menschen für die Anliegen und Probleme der Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren.
Eine besondere Herausforderung stellt die Beschäftigungs-Situation behinderter Menschen dar: "38 Prozent der Menschen mit Behinderung haben lediglich einen Pflichtschulabschluss. Hier ist Handlungsbedarf gegeben, da sich diese Tatsache auch auf die Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung niederschlägt. Mit 34 Prozent ist die Quote fast um die Hälfte niedriger, als bei Menschen ohne Behinderung" -Dies wiederum zieht eine besonders hohe Armutsgefährdung nach sich. Demnach ist diesem Bereich besonderes Augenmerk zu schenken, ist Abg. Ulrike Königsberger-Ludwig überzeugt. "Selbstbestimmtes Leben ist untrennbar mit Erwerbsarbeit verbunden", so die Behindertensprecherin, die sich bei Sozialminister Hundstorfer für die Zusage, dass bei den wichtigen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für behinderte Menschen keine Einbußen vorgenommen werden.

Gleichzeitig stellte die Abgeordnete auch fest, dass es gerade im Bereich der UnternehmerInnen noch einiges zu tun gibt, um die Bereitschaft, Menschen mit Behinderungen in ihren Betrieben zu beschäftigen, zu erhöhen. "Menschen mit Behinderungen sind leistungswillig, leistungsbereit und leistungsstark", stellt Ulrike Königsberger-Ludwig fest. "Es ist ein großer Auftrag für die Zukunft, weiterhin an den Verbesserungen der Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung zu arbeiten - sei es, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen und auch im Bereich von bewusstseinsbildenden Maßnahmen" (Schluss) mo/cv

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