Marek: Pflege und Betreuung sind zentrale Herausforderung für Gesellschaft und Politik

Wien (ÖVP-PK) - Heute sprechen wir über ein Thema, das eine zentrale Herausforderung für unsere Gesellschaft ist. Es geht darum, dass Menschen in Würde bei ihren Familien zu Hause gepflegt und betreut werden können. Das erklärte ÖVP-Staatssekretärin Christine Marek heute, Donnerstag, im Plenum des Nationalrates, wo das 2. Sozialrechtsänderungsgesetz und damit die Pflegethematik auf der Tagesordnung stand. ****

Marek: "Pflege und Betreuung älterer Menschen gehört angesichts der demografischen Entwicklungen zu den größten gesellschaftlichen und sozialpolitischen Herausforderungen. Das betrifft den Einzelnen genauso wie die Familien, das Gemeinwesen und die Politik und ist eine Herausforderung für das Sozialsystem, aber auch die junge Generation, die in immer stärkerem Ausmaß von Pflegefällen im direkten familiären Umfeld betroffen ist."

"Die Stärkung der Familien und der Zusammenhalt der Generationen war und ist für uns zentrales Thema. Die Würde des Menschen in jeder Phase des Lebens steht für uns an erster Stelle. Deshalb wollen wir erreichen, dass

  • jeder/jede Betreuungs- und Pflegebedürftige die für ihn/sie bestmögliche Form der Betreuung nach seinen Vorstellungen erhalten kann,
  • jedem/jeder Betreuungs- und Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen die größtmögliche Wahlfreiheit zukommt,
  • Pflege daheim genauso möglich ist, wie Pflege im Heim.
  • Menschen in Würde daheim bei ihren Familien alt werden können.
  • und neben der Bereitstellung ausreichender bedarfsgerechter Infrastruktur den pflegenden Angehörigen die größtmögliche Stärkung und Unterstützung zuteil wird.

"Wir sind noch lange nicht am Ziel, in der Vergangenheit haben wir aber bereits wesentliche Verbesserungen sowohl für die Pflege daheim im Rahmen der 24-Stunden-Betreuung, als auch für die Pflege im Heim erreicht", fuhr Marek fort. "So wurde das Pflegegeld ab 1. Jänner 2009 erhöht: plus 4 Prozent für die Stufen 1 und 2, plus 5 Prozent für die Stufen 3, 4 und 5, plus 6 Prozent für die Stufen 6 und 7. Darüber hinaus wurde die Einstufung von schwer behinderten, an Demenz erkrankten Personen und von schwerst behinderten Kindern und Jugendlichen verbessert".

"Mit dem Sozialrechts-Änderungsgesetz 2009 haben wir die Situation der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen wieder ein Stück weiter verbessert", betonte Marek weiter und verwies auf aktuelle Zahlen:
"Rund 400.000 pflegebedürftige Menschen beziehen derzeit in Österreich Pflegegeld - 2040 werden es voraussichtlich 800.000 sein. Heute kommen auf einen 80-jährigen 4,5 junge Menschen - 2040 werden nur noch 2 junge Menschen auf einen 80-jährigen kommen. Insgesamt beträgt der Nettoaufwand der öffentlichen Hände für Pflegevorsorge rund 3,5 Milliarden Euro."

Über 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden - zumindest teilweise - zu Hause von ihren An¬gehörigen gepflegt und betreut. Damit nehmen pflegende Angehörige große Belastungen auf sich, leisten gesellschaftspolitisch äußerst wertvollen Beitrag. "Daher ist der Bundesregierung die Unterstützung pflegender Angehöriger, aber auch ihre Entlastung ein zentrales Anliegen. "Wir sind dabei auf einem guten und wichtigen Weg", schloss Marek.
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