Beatrix Karl: Autonomie der Universitäten wird gestärkt und weiterentwickelt

ÖVP-Wissenschaftssprecherin: Novelle bringt wesentliche Verbesserungen für die Universitäten, Lehrenden und Studierenden

Wien (ÖVP-PK) - Die Autonomie wird gestärkt und weiterentwickelt, umriss heute, Montag, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Dr. Beatrix Karl ein wesentliches Ziel des Universitätsrechts-Änderungsgesetzes 2009, das heute im Wissenschaftsausschuss behandelt wird. ****

"Das Gesetz beinhaltet zahlreiche Vorteile", hob die ÖVP-Abgeordnete folgende zentrale Themen hervor:

  • Bekenntnis zur Autonomie der Universitäten und zu ihrem Status als Unternehmen sui generis;
  • zeitgemäße, unternehmensnahe Strukturen, wie zum Beispiel mehr Mitsprache der Betriebsräte im Universitätsrat und klare Kompetenzverteilungen zwischen Rektorat, Senat und Universitätsrat;
  • weniger Bürokratie und eine deutliche Effizienzsteigerung in den rund 50 Kernprozessen einer Universität sowie mehr Leistungsorientierung;
  • Stärkung der Antidiskriminierung, Gleichbehandlung und Frauenförderung;
  • Aufwertung des akademischen Mittelbaus und Eröffnung neuer Karrierechancen für die Mittelbauangehörigen;
  • effizientere Gestaltung von Habilitations- und Berufungsverfahren.

Positiv hob Karl auch die flexiblen Gestaltungsvereinbarungen hervor, um beispielsweise auf gesellschaftspolitisch notwendige Erfordernisse reagieren zu können. Sie verwies dabei auf die aktuellen Beispiele der Einrichtung von Lehrstühlen für Didaktik, Frühkindpädagogik oder Batterietechnologie.

Zudem würden Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere- und Kinderbetreuung, zur Verringerung der Studienabbrecher/innen-Quote, zur Verbesserung der Betreuungsrelationen sowie zur Begabtenförderung gesetzt und Angebote für berufstätige Studierende sichergestellt.

An den Universitäten werden zudem zeitgemäße und unternehmensnahe Strukturen geschaffen, verwies Karl beispielsweise auf die Ausschreibung der Funktion des Rektors/der Rektorin durch den Universitätsrat, auf die Schaffung einer Findungskommission, die künftig die Wahl des Rektors/der Rektorin unterstützen wird, ohne dass dadurch die zentrale Funktion des Senats eingeschränkt wird, sowie auf die Mitsprache der Betriebsräte im Universitätsrat.

Die Novelle soll auch mehr Leistungsorientierung und Qualitätssicherung sowie Bachelor-Fitness für den Arbeitsmarkt bringen. Als Beispiele nannte die ÖVP-Wissenschaftssprecherin die Einführung einer leistungsorientierten Studieneingangs- und Orientierungsphase in allen Bachelor-Studien bis 2011 sowie die Ermöglichung eines vierjährigen Bachelorstudiums, wenn dies zur Erlangung der Beschäftigungsfähigkeit erforderlich ist. In der Human-und Zahnmedizin, der Veterinärmedizin sowie der Psychologie kommt es zudem zu einer Ausweitung der Studienplätze.
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