AMS-Trainer: Mehr Flexibilität für bessere Ausbildung

Sinnvolle Lösung für alle Beteiligten suchen

Wien (PWK535) - Die Wirtschaftskammer Österreich hat größtes Interesse daran, dass berufliche Qualifizierung effizient und auf qualitativ hohem Niveau erfolgt. Dazu sind auf politischer Ebene geeignete Rahmenbedingungen bereitzustellen. Damit der für die berufliche Qualifizierung unabdingbare Know-How Transfer zwischen Unternehmen und Weiterbildung möglich ist, muss es -selbstverständlich unter Einhaltung arbeitsrechtlicher - und sozialversicherungsrechtlicher Bestimmungen - Bildungsinstituten und Trainern überlassen bleiben, wie sie die Arbeitsverhältnisse gestalten. Werkvertrag, freier Dienstvertrag und echter Dienstvertrag müssen je nach konkreter Situation grundsätzlich möglich sein. Dieses Prinzip der Nebenberuflichkeit muss auch im AMS-Bereich gelten.

Eine von der Gewerkschaft der Privatangestellten forcierte verpflichtende Anstellung von Trainern in AMS-Schulungsmaßnahmen würde diesen Bereich quasi "verschulen" und den notwendigen Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Weiterbildung verhindern. Eine Befragung unter AMS-Trainern auf einer neutralen Internetplattform ergab, dass 90 Prozent der Trainer eine Einschränkung auf echte Dienstverhältnisse nicht will. Mehr als 50 Prozent erklärten, in eine andere Branche wechseln zu wollen, sollte die verpflichtende Anstellung bei den Bildungsinstituten tatsächlich kommen!

Werden Trainer nur mehr als echte Dienstnehmer beschäftigt, führt dies überdies zu erheblichen Mehrkosten, die für direkte Qualifizierungsausgaben fehlen. Im konkreten Fall des AMS würde dies einen Betrag von 20-25 Millionen Euro pro Jahr bedeuten, der das AMS-Bildungsbudget schmälern würde. Die WKÖ ist daher gemeinsam mit der Arbeiterkammer und den wesentlichen Akteuren in laufenden Verhandlungen, um eine für alle Beteiligten sinnvolle Lösung zu ermöglichen. (us)

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