• 06.07.2009, 09:26:58
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GBH: Thermische Sanierung beschert Staat Gewinne - Aufstockung bringt´s für alle Beteiligten

Holper: Erfolgreiche Aktion durch Reinvestition von Steuereinnahmen verlängern!

Wien (GBH/ÖGB) - Die thermische Sanierungsförderung ist ein
Erfolgsmodell. Die 50 Mio. Euro an Fördermitteln, die eigentlich für
2009 und 2010 gedacht waren, waren bereits Ende Juni ausgeschöpft.
"Die Förderung der thermischen Sanierung bringt dem Staat deutliche
Gewinne - und das schon, bevor die Fördermittel überhaupt ausbezahlt
sind. Dennoch berichtet die Tageszeitung `Kurier´ in ihrer heutigen
Ausgabe, dass dieses Erfolgsmodell nicht fortgesetzt werden soll,
weil die finanziellen Mittel fehlen. Die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH)
appelliert an die politisch Verantwortlichen, diese Aktion durch
Reinvestition von Steuereinnahmen unbedingt zu verlängern", so der
Bundesvorsitzende der GBH, Johann Holper.++++

Holper erinnert an die Zahlen, die die BAU-Pakt-PartnerInnen (GBH, BI
Bau, FV Steine-Keramik, GLOBAL 2000) erst kürzlich präsentiert
hatten: 100 Mio. Euro an staatlicher Förderung (50 Mio. im privaten,
50 Mio. im Unternehmensbereich) lösen ein Sanierungsvolumen von
mindestens 650 Mio. Euro im Inland aus, damit werden 7.000
Arbeitsplätze in der Bauausführung sowie in vor- bzw. nachgelagerten
Branchen gesichert und 95 Mio. Euro an Arbeitslosengeld gespart. Das
bringt dem Finanzminister außerdem 70 Mio. Euro an Lohnsteuer und der
Sozialversicherung 104 Mio. Euro an Beitragszahlungen. Zudem lukriert
der Finanzminister 65 Mio. Euro Umsatzsteuer bei Privatgebäuden.
50.000 Tonnen CO2 werden pro Jahr eingespart, um diese Menge
reduzieren sich die Emissionsrechte, die Österreich jährlich zukaufen
müsste.

Holper: "Dieses Modell ist eine absolute Win-Win-Win-Situation für
alle Beteiligten. Mit der Abwicklung über die Bausparkassen wurde
zudem ein unbürokratisches Modell geschaffen, das Vorbildwirkung
haben könnte. Die Bausparkassen weisen darauf hin, dass gerade im
privaten Bereich heuer weniger gebaut wird. Die überdurchschnittlich
steigenden Arbeitslosenzahlen im Baubereich zeigen deutlich, wie
kritisch die Situation ist. Im Juni waren in den Bau-, Holz- und
Steinbranchen um 47,2 Prozent mehr Menschen arbeitslos als im Juni
des Vorjahres. Der Baubereich benötigt diesen Impuls also dringend,
der Finanzminister benötigt die zusätzlichen Einnahmen und
verringerten Ausgaben, und die Menschen und die Umwelt profitieren.
Besser und zielführender können öffentliche Mittel wohl kaum
investiert werden!"

ÖGB, 6. Juli 2009 Nr. 435

Rückfragehinweis:

Gewerkschaft Bau-Holz
   Mag. Sonja Schmid
   Tel. 01/40147-246
   E-Mail: [email protected]
   www.bau-holz.at

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