GBH: Thermische Sanierung beschert Staat Gewinne - Aufstockung bringt´s für alle Beteiligten

Holper: Erfolgreiche Aktion durch Reinvestition von Steuereinnahmen verlängern!

Wien (GBH/ÖGB) - Die thermische Sanierungsförderung ist ein Erfolgsmodell. Die 50 Mio. Euro an Fördermitteln, die eigentlich für 2009 und 2010 gedacht waren, waren bereits Ende Juni ausgeschöpft. "Die Förderung der thermischen Sanierung bringt dem Staat deutliche Gewinne - und das schon, bevor die Fördermittel überhaupt ausbezahlt sind. Dennoch berichtet die Tageszeitung `Kurier´ in ihrer heutigen Ausgabe, dass dieses Erfolgsmodell nicht fortgesetzt werden soll, weil die finanziellen Mittel fehlen. Die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) appelliert an die politisch Verantwortlichen, diese Aktion durch Reinvestition von Steuereinnahmen unbedingt zu verlängern", so der Bundesvorsitzende der GBH, Johann Holper.++++

Holper erinnert an die Zahlen, die die BAU-Pakt-PartnerInnen (GBH, BI Bau, FV Steine-Keramik, GLOBAL 2000) erst kürzlich präsentiert hatten: 100 Mio. Euro an staatlicher Förderung (50 Mio. im privaten, 50 Mio. im Unternehmensbereich) lösen ein Sanierungsvolumen von mindestens 650 Mio. Euro im Inland aus, damit werden 7.000 Arbeitsplätze in der Bauausführung sowie in vor- bzw. nachgelagerten Branchen gesichert und 95 Mio. Euro an Arbeitslosengeld gespart. Das bringt dem Finanzminister außerdem 70 Mio. Euro an Lohnsteuer und der Sozialversicherung 104 Mio. Euro an Beitragszahlungen. Zudem lukriert der Finanzminister 65 Mio. Euro Umsatzsteuer bei Privatgebäuden. 50.000 Tonnen CO2 werden pro Jahr eingespart, um diese Menge reduzieren sich die Emissionsrechte, die Österreich jährlich zukaufen müsste.

Holper: "Dieses Modell ist eine absolute Win-Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Mit der Abwicklung über die Bausparkassen wurde zudem ein unbürokratisches Modell geschaffen, das Vorbildwirkung haben könnte. Die Bausparkassen weisen darauf hin, dass gerade im privaten Bereich heuer weniger gebaut wird. Die überdurchschnittlich steigenden Arbeitslosenzahlen im Baubereich zeigen deutlich, wie kritisch die Situation ist. Im Juni waren in den Bau-, Holz- und Steinbranchen um 47,2 Prozent mehr Menschen arbeitslos als im Juni des Vorjahres. Der Baubereich benötigt diesen Impuls also dringend, der Finanzminister benötigt die zusätzlichen Einnahmen und verringerten Ausgaben, und die Menschen und die Umwelt profitieren. Besser und zielführender können öffentliche Mittel wohl kaum investiert werden!"

ÖGB, 6. Juli 2009 Nr. 435

Rückfragen & Kontakt:

Gewerkschaft Bau-Holz
Mag. Sonja Schmid
Tel. 01/40147-246
E-Mail: sonja.schmid@gbh.at
www.bau-holz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001