- 03.07.2009, 12:08:51
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Lunacek zu Regenbogenparade: Faymann und Pröll sollen endlich Diskriminierung beenden
Grüne fordern umfassendes Partnerschafts- und Antidiskriminierungsgesetz
Wien (OTS) - "40 Jahre nach Stonewall, als Lesben, Schwule und
TransGender in New York erstmals Widerstand gegen Razzien und
Ungerechtigkeit leisteten, ist die Regenbogenparade in Wien am
morgigen Samstag eine starkes Zeichen für die Forderung nach gleichen
Rechten in Österreich," erklärt Ulrike Lunacek, neugewählte
Europa-Abgeordnete und Sprecherin der Grünen für die Gleichstellung
von Lesben, Schwulen und TransGender.
"Österreichs Lesben und Schwule erleben derzeit ein Deja-Vu: Einige
MinisterInnen versprechen ein Partnerschaftsgesetz, doch ihre
jeweiligen Parteichefs hüllen sich in Schweigen und verweisen auf
Arbeitsgruppen. Kanzler und Vizekanzler sollen endlich die
Diskriminierung beenden", fordert Lunacek die Hinhaltetaktik von
Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Pröll.
Österreich sei in Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsfragen
"europäisches Schlusslicht", so Lunacek. "Wir Lesben und Schwule
haben die Versprechungen der Regierungsmitglieder satt," gibt die
künftige Europa-Abgeordnete die Stimmung in der LSBT
(Lesben/Schwulen/Bi/TransGender) Bewegung wieder: "Wie lange sollen
Paare, die seit Jahren und Jahrzehnten ihre partnerschaftlichen
Pflichten füreinander erfüllen, noch auf gleiche Rechte warten? Ich
konstatiere bei Pröll und Faymann eine irrationale Angst vor einem
Phantom: Österreichischen wie europäischen Umfragen zufolge ist die
Zustimmung zur rechtlichen Gleichstellung in der Bevölkerung um
vieles höher als die ängstliche Haltung der Bundesregierung glauben
machen will," erinnert Lunacek und fordert einen raschen
Gesinnungswandel bei den Regierungsparteien.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]
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