• 25.06.2009, 13:09:40
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AMA stellt falsche Behauptungen zum Gütesiegel richtig

Wertbestimmende Rohstoffe müssen zu 100% aus Österreich stammen

Wien (aiz.info) - Mit "Entsetzen" reagiert die AMA Marketing auf
die gestern von FPÖ-Konsumentenschutzsprecher Wolfgang Zanger in
einer Aussendung aufgestellte Behauptung, das AMA-Gütesiegel
garantiere keine gänzliche Herkunft der Lebensmittel aus Österreich.
Bis zu einem Drittel der Rohstoffe "dürfte von wo anders her
stammen", so Zanger. Der Leiter des AMA-Qualitätsmanagements, Martin
Greßl, verwahrt sich energisch gegen diese Missinterpretation der
Herkunftsregelung für das Gütesiegel. Die Aussendung Zangers habe "zu
einem Aufschrei in der Branche geführt", berichtet er. In einem Brief
an den FPÖ-Abgeordneten stellt er klar, dass auch bei
Verarbeitungsprodukten die wertbestimmenden Rohstoffe zu 100% aus
Österreich stammen müssen, sofern sie in entsprechender Qualität und
Menge bei uns erzeugt werden können. Nur für nicht im Inland
herstellbare Rohstoffe (z.B. Bananen, Ananas) gelte bei verarbeiteten
Lebensmitteln ein zulässiger Toleranzbereich bis zu einem Drittel",
so Greßl.

Das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel mit der Regionsbezeichnung
"Austria" ist das bekannteste heimische Qualitätsprogramm, in dem die
Herkunft der Rohstoffe genau definiert und kontrolliert wird. Im
tierischen Bereich fängt diese bei der Geburt an. Alle Jungtiere
(Ferkel, Kalb, Kücken) müssen in Österreich geboren sein. Weiters
erfolgt die Aufzucht beziehungsweise Mast zur Gänze im Inland. In
weiterer Folge haben auch alle Arbeitsschritte von Schlachtung,
Zerlegung und Verarbeitung sowie jene der Sortierung und Verpackung
in Österreich stattzufinden.

Logischerweise ist etwa ein Bananen-Joghurt nicht zur Gänze mit
Rohstoffen aus Österreich herzustellen. Bananen können daher aufgrund
dieser Toleranzregel bis zu maximal einem Drittel beigefügt werden.
Ein anderes Beispiel wäre Mortadella: Der Rohstoff Fleisch inklusive
Speck hat zur Gänze aus Österreich zu sein, die beigefügten Pistazien
können aus anderen Ländern stammen. Ausdrücklich weist die AMA
Marketing darauf hin, dass diese Regelung nicht erlaubt, dass etwa
die Rohstoffe Fleisch, Milch oder Eier bis zu einem Drittel aus dem
Ausland zugefügt werden dürfen, weil diese im Inland herstellbar
sind.

Die Toleranzregelung ist in der Praxis nur bei wenigen
Verarbeitungsprodukten wirklich relevant. Daher kann laut AMA für die
Produktgruppen Trinkmilch, Naturjoghurt und Käse, Frischfleisch,
Frischobst und Frischgemüse, Mehl, Eier und Eiprodukte, Speiseöle,
Honig und Wurst mit dem Gütesiegel die 100%ige österreichische
Herkunft als Faktum angesehen werden.
(Schluss) kam

Rückfragehinweis:
aiz.info - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel.: 01/533 18 43
Fax: 01/535 04 38
Web: aiz.info
mailto: [email protected]

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