• 24.06.2009, 15:16:31
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Heinzl: Verkehrssicherheitspaket für mehr Schutz auf Österreichs Straßen

SPÖ-ÖVP-Antrag gegen Gigaliner

Wien (SK) - "Wir beschließen im heutigen Verkehrsausschuss das von
Verkehrsministerin Doris Bures vorgelegte Verkehrssicherheitspaket,
das einen Riesenschritt zu mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen
darstellt", erklärte SPÖ-Verkehrssprecher Anton Heinzl zu dem auf der
heutigen Tagesordnung des Verkehrsausschusses stehenden
Verkehrssicherheitspaket. Da der Anteil an Alkoholunfällen nicht
sinkt, sondern sogar angestiegen sei, werde mit höheren Strafen in
diesem Bereich verdeutlicht, dass Rasen und Alkohol im Straßenverkehr
kein Kavaliersdelikt sind, so Heinzl. ****

Künftig werde es höhere Verkehrsstrafen ab 0,5 Promille, erstmals
österreichweit einheitliche Mindeststrafen ab einer
Geschwindigkeitsüberschreitung von 30 km/h und ein verpflichtendes
Verkehrscoaching und längeren Führerscheinentzug im hohen
Promillebereich geben, erklärte Heinzl. Aber es gibt nicht nur höhere
Strafen, sondern es wird mit dem Paket schon viel früher bei den
jungen Mopedlenkern angesetzt, die eine bessere Ausbildung erhalten,
nach dem Motto "weniger Theorie, mehr Praxis", begrüßte Heinzl die
Neuerungen. Gleichzeitig wurde darauf geschaut, dass sich die
Mehrkosten für den Mopedführerschein für die jungen LenkerInnen in
Grenzen halten.

Gegen Zulassung von "Gigalinern"

"Mit einem gemeinsamen SPÖ-ÖVP-Antrag gegen die Zulassung von
60-Tonnen-Lkws auf Österreichs Straßen im heutigen Ausschuss, stehen
wir voll hinter unserer Verkehrsministerin Bures und ihrer
Verhandlungsposition auf europäischer Ebene", erklärte Heinzl. Diese
Riesenfahrzeuge bringen durch Sichtbeeinträchtigungen und längere
Überholwege ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Pkw-Lenker mit.
Und mit der Zulassung von Gigalinern würde es zu einer massiven
Rückverlagerung von der Schiene auf die Straße kommen. "Dies zieht
einen höheren CO2-Ausstoß nach sich und konterkariert unsere Ziele
einer CO2-Reduktion. Zudem widerspreche dies dem Kyoto-Ziel", so
Heinzl.

Zudem sei die Straßeninfrastruktur Österreichs nicht für Gigaliner
ausgerichtet: Auf Autobahnen sind Brücken, Kurvenradien,
Autobahnrastplätze, Auf- und Abfahrten sowie Autobahnkreuze generell
nicht auf eine Gesamtlänge von 25,25 Meter und 60 Tonnen Gewicht
ausgelegt. Abseits der Autobahnen sind Abbiegespuren, Kreisverkehre
und Kurvenradien teils unüberwindliche Hindernisse. Österreichs
hochrangiges Straßennetz besteht auf Grund seiner Topographie zu
knapp 15% aus Kunstbauten (Tunnel, Brücken). Ausbau und Straßenerhalt
würden sich dadurch erheblich verteuern, erklärte der
SPÖ-Verkehrssprecher. (Schluss) mw/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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