FPÖ-Unterreiner: Mit "Gender" wurde eine gesellschaftspolitische Theorie zur politischen Maxime

FPÖ beantragt, den Männeranteil an den Pflichtschulen zu erhöhen

Wien (OTS) - "Es ist selbstverständlich, dass niemand aufgrund des Geschlechts, der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder der Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung diskriminiert werden darf", erwähnt FPÖ-NAbg. Mag. Heidemarie Unterreiner eingangs ihrer heutigen Rede im Nationalrat. Die dafür vorgesehenen Strategien, diese Vorgaben zu erreichen seien jedoch "langfristig untauglich und daher abzulehnen".

So sei prinzipiell zu unterscheiden, ob es beim Geschlechterbegriff um das biologische oder ein sozial konstruiertes gehe, betonte Unterreiner. Dass das Geschlecht ein anerzogenes Konstrukt sei, habe nämlich in gesellschaftspolitischen Strategien bereits Eingang gefunden. Sie verwies dabei auf die Frauenforschung und Gender-Studies, wo die These, dass das Geschlecht eine soziale und kulturelle Konstruktion sei, "zu den inzwischen unangefochtenen Grundüberzeugungen" gehöre. Unterreiner hielt fest, "dass damit eine gesellschaftspolitische Theorie zu einer politischen Maxime geformt wurde, ohne sich näher damit zu befassen, ob diese These überhaupt wirklich dazu beiträgt, der Gleichberechtigung der Geschlechter zu dienen".

Unterreiner betonte die Meinung der Freiheitlichen, wonach es gelte die Unterschiede zwischen Frauen und Männern anzuerkennen, ohne davon Rechte und Privilegien abzuleiten: "Unsere Einstellung zur Gleichberechtigung fußt auf der Idee der Partnerschaft zwischen Frauen und Männern im privaten wie im beruflichen Bereich, die sich auf Liebe und Achtung begründet."

In Bezug auf den heute von der FPÖ eingebrachten Entschließungsantrag, worin alle in Frage kommenden Maßnahmen gefordert werden, die geeignet sind, den Männeranteil am Lehrpersonal in Pflichtschulen angemessen zu erhöhen, erklärte Unterreiner ein Problem in punkto Gleichbehandlung, das gesellschaftspolitisch von großer Bedeutung sei - nämlich der eklatante Mangel an Männern im Lehrberuf, vor allem in der Volksschule. "Viele Studien beweisen, dass im Unterricht nicht mehr die Mädchen das benachteiligte Geschlecht sind, sondern die Buben", so Unterreiner. Sie verwies auf die amerikanische Pädagogik-Professorin Christina Hoff-Sommers, die feststelle, ein fehlgeschlagener Feminismus werte insgesamt die Männlichkeit ab. So würde es sich doch einmal lohnen, über die Gründe nachzudenken, warum Buben im Unterricht mehr Probleme hätten als Mädchen. "Ein Grund könnte sein, dass der Lehrer an den Volksschulen verschwunden ist."

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0016