• 12.06.2009, 09:00:00
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  • OTS0021 OTW0021

WIFO-Mitarbeiterin Ulrike Mühlberger erhält ein Marie-Curie-Fellowship

Wien (WIFO) - Ulrike Mühlberger ist seit November 2007
wissenschaftliche Mitarbeiterin am WIFO im Forschungsbereich
"Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit". Nachdem sie vor
kurzem ihre Habilitation eingereicht hat, erhielt sie nun den
Zuschlag zu einem Marie-Curie-Fellowship. Dieses wird von der
Europäischen Kommission vergeben, um erfahrenen und ausgewiesenen
Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit zu bieten, abseits der
täglichen Arbeit neue Forschungsfelder zu erschließen. Bewerberinnen
und Bewerber werden in einem offenen Wettbewerb auf der Basis eines
Peer-Review-Prozesses ausgewählt, in dem die wissenschaftliche
Exzellenz anhand einer Reihe von festgelegten Kriterien beurteilt
wird.

Das WIFO strebt die Qualitätsführerschaft in der empirischen
Wirtschaftsforschung an, und das Marie-Curie-Fellowship für Ulrike
Mühlberger, ist ein weiterer Baustein in der Umsetzung dieser
Strategie. Die internationale Anerkennung, die Ulrike Mühlberger
findet, ist eine Bestätigung der Richtigkeit der Schritte des WIFO
zur Stärkung der wissenschaftlichen Qualität.

Die von der EU finanzierten Marie-Curie-Fellowships decken die
Kosten der Forschungstätigkeit an neuen Fragestellungen. Ulrike
Mühlberger wird sich in den zwei Jahren mit dem Zusammenhang zwischen
flexiblen Arbeitsformen und der Geburtenrate auseinandersetzen. In
einem internationalen Vergleich soll dargestellt werden, wie
Arbeitsformen gestaltet sein müssen, um die Geburtenrate  und
damit die Produktivkraft einer Volkswirtschaft  zu erhöhen.
Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit kommen damit unmittelbar
Österreich zugute.

Am WIFO hat sich Ulrike Mühlberger bisher mit den Themen
Langzeitpflege, Finanzierung der Pflegevorsorge, Zeitwertkonten und
flexible Arbeitsformen in Österreich beschäftigt. In der jüngst
vorgestellten Arbeit "Sozialpolitik als Produktivkraft" untersuchte
sie gemeinsam mit Julia Bock-Schappelwein und Rainer Eppel den
Einfluss sozialpolitischer Maßnahmen im Bereich der
Verteilungspolitik, Familien- und Care-Politik, Bildungs- und
Arbeitsmarktpolitik auf das Wirtschaftswachstum und die
Beschäftigung. Demnach dämpft ein hohes Maß an Sozialleistungen nicht
die Performance einer Volkswirtschaft. Allerdings ist eine effiziente
und anreizgetriebene Struktur der Sozialausgaben von zentraler
Bedeutung.

Die zitierte WIFO-Studie steht auf der WIFO-Website zum Download zur
Verfügung: Julia Bock-Schappelwein, Rainer Eppel, Ulrike Mühlberger,
Sozialpolitik als Produktivkraft (im Auftrag des Bundeskanzleramtes,
April 2009, 129 Seiten, 50 Euro, Download 40 Euro:
http://www.wifo.ac.at/
wwa/jsp/index.jsp?fid=23923&id=35602&typeid=8&display_mode=2).

Rückfragehinweis:
DDr. Ulrike Mühlberger
Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung - WIFO
Tel. +43 1 798 26 01-294 * Fax. +43 1 798 93 86
mailto:[email protected]

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