KfV: Verkehrssicherheitspreis "Aquila" verliehen

Neben den Kategorien Kindergärten, Schulen, Gemeinden und Unternehmen, wurden heuer zwei Sonderpreise an Lebensretterin Andrea Kirner und Journalist Bernt Koschuh vergeben

Wien (OTS) - Im Jahr 2008 verunglückten in Österreich 679 Personen im Straßenverkehr tödlich. Das Ziel des
Österreichischen Verkehrssicherheitsprogramms lautet, die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten bis 2010 unter 500 zu senken. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) holt jedes Jahr gemeinsam mit dem Österreichischen Gemeindebund Kindergärten, Schulen, Gemeinden, Unternehmen, Journalisten und Privatpersonen vor den Vorhang, die mit unterschiedlichen Aktionen daran arbeiten, dass dieses gemeinsame Ziel von mehr Sicherheit und damit weniger Toten und Verletzten auf Österreichs Straßen näherrückt. "Menschen, die sich mit außerordentlichem Engagement und viel Kreativität für die Sicherheit im Straßenverkehr einsetzen, verleiht das KfV auch heuer wieder den ,Aquila‘, einen Preis in Gestalt eines Adlers, der Sicherheit und Schutz verkörpert", sagt Dr. Othmar Thann, Direktor des KfV. Der Verkehrssicherheitspreis wurde am 3. Juni im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung vergeben.

Kategorie Kindergärten: Kindergarten Geboltskirchen (OÖ), Projekt "Früh übt sich"

Für viele Kinder beginnt mit dem Schulweg das erste selbstständige Bewegen im Straßenverkehr. Umso wichtiger ist es, dass Kinder den Weg gut üben, die Gefahren kennen und sich auch in gefährlichen Situationen richtig verhalten. Das Projekt "Früh übt sich" des Kindergartens Geboltskirchen in Oberösterreich beginnt bereits im Kindergarten mit dem Einüben des Schulwegs. "Die Kinder lernen, wo, wie und weshalb gerade hier die Straße überquert werden soll. Nicht immer ist der schnellste Weg auch der sicherste. Durch das Projekt wird den Kindern vermittelt, worauf sie achten müssen, um sicher ans Ziel zu kommen", lobt Thann.

Kategorie Schulen: Volksschule Langenegg (Vorarlberg), Projekt "Schoolwalker"

Das Projekt "Schoolwalker" wird vom Land und den Volksschulen Vorarlbergs durchgeführt. Jedes Kind erhält einen Schulwegausweis, mit dem die Kinder die zu Fuß gegangenen Kilometer ihres Schulweges sammeln. Anhand der Länge jedes einzelnen Schulwegs wird das Laufziel für jedes Kind bestimmt - wird dieses erreicht, bekommt das Kind von der Gemeinde einen Preis. Die Volksschule Langenegg zeigte sich bei diesem Projekt besonders engagiert: sie fand Sponsoren und wandelte jeden gelaufenen Kilometer der Kinder in Euros um. Mit dem eingenommenen Geld wurden Einrichtungsgegenstände für eine Schule in Kolumbien gekauft.

Kategorie Gemeinden: Hallein (Salzburg), Projekt "Kampf den Verkehrsschildern"

Ein Zuviel an Verkehrsschildern führt oft dazu, dass sich Lenker überfordert fühlen. Um den Schilderwald zu entrümpeln, startete die Gemeinde Hallein vor einem Jahr einen Pilotversuch, bei dem in drei Stadtteilen 300 von 1.000 Verkehrsschildern entfernt wurden. Der Erfolg des Projekts bestätigte die Gemeinde, die nun auch in anderen Stadtteilen überflüssige Verkehrsschilder entfernt und damit die Verkehrssicherheit erhöht.

Kategorie Unternehmen: Lidl, Projekt "Sicher auf zwei Rädern"

Rund 6.000 Kinder unter 15 Jahren verletzen sich jährlich beim Radfahren so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das Unternehmen Lidl startete im August und September 2008 das Projekt "Sicher auf zwei Rädern", bei dem Kinder ab acht Jahren an unterschiedlichen Filialstandorten einen Fahrradparcours absolvieren konnten und so die Geschicklichkeit am Fahrrad trainierten. Wer mit seinem eigenen Rad teilnahm, konnte dieses überprüfen und richtig einstellen lassen, für Spaß und Spiele sorgte die Kindersicherheitsfigur Helmi. An einem Informationsstand konnten sich auch die Eltern über die richtige Sicherung am Fahrrad, z.B. Helmkauf, informieren.

Sonderpreise für Lebensretterin Andrea Kirner und Journalist Bernt Koschuh

Neben den genannten Kategorien, in denen eine Vielzahl unterschiedlichster Projekte eingereicht wurde, vergibt das KfV heuer zwei Sonderpreise in den Bereichen Zivilcourage und Medien. Zivilcourage zeigte Andrea Kirner, die einem dreijährigen Buben das Leben rettete, indem sie in einen Bach sprang und den Jungen aus einem sinkenden Auto befreite. Der Kleine und seine Mutter hatten zuvor einen Autounfall, bei dem das Fahrzeug in den Mühlbach stürzte. Durch das selbstlose und hilfsbereite Einschreiten von Andrea Kirner konnte der Dreijährige gerettet werden, die Mutter konnte sich selbst befreien. Besonders engagiert im journalistischen Bereich der Verkehrssicherheit ist der Journalist Bernt Koschuh vom ORF Hörfunk. Der Jury ist seine detaillierte, vielseitige und kritische Berichterstattung aufgefallen. Bernt Koschuh widmet sich verkehrspolitischen Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen und analysiert Hintergründe umfassend und objektiv.

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Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Kuratorium für Verkehrssicherheit
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E-Mail: elisabeth.gerstendorfer@kfv.at
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