- 03.06.2009, 16:10:05
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ÖGB-Frauenkongress: Frauen in der Gewerkschaftsbewegung unverzichtbar
Soziale Absicherung und Kampf gegen Frauenarmut
Wien (ÖGB) - Der 16. ÖGB Frauenkongress endete heute Nachmittag
mit dem Referat der neugewählten Frauenvorsitzenden, Brigitte
Ruprecht. "Nur wenn Frauen ein starkes Gewicht in der Gewerkschaft
haben, können die Interessen der Arbeitnehmerinnen auch gezielt
vertreten und gefördert werden", sagte Ruprecht in ihrer
Antrittsrede. ++++
"Die Einkommensschere schließen, Frauen in Führungspositionen
stärken und den ÖGB für Frauen attraktiver machen", nannte Ruprecht
als ihre Hauptschwerpunkte für die kommenden Monate. "Die
Wirtschaftskrise hat viele Frauen von ihren ohnehin schon schlecht
bezahlten Jobs in noch prekärere Arbeitsverhältnisse gedrängt. Gerade
jetzt müssen wir die Frauen stärker unterstützen", sagte Ruprecht.
Ein besonderes Anliegen ist für Ruprecht daher der Kampf gegen die
Armutsgefährdung von Arbeitnehmerinnen. "Es sind wiederum die Frauen,
die in Österreich besonders armutsgefährdet sind", kritisierte
Ruprecht. Eine höhere Erwerbsbeteiligung, eine bessere soziale
Absicherung und eine Reform des Steuer- und Abgabesystems wären
wichtige Maßnahmen, um der Frauenarmut und der sozialen Ausgrenzung
von Frauen entgegenzuwirken.
"Nur wenn Frauen ein starkes Gewicht in der Gewerkschaft haben,
können die Interessen der Arbeitnehmerinnen auch gezielt vertreten
und gefördert werden", sagte Ruprecht. Es müssen daher mehr Frauen
dazu motiviert werden als Mitglieder, Betriebsrätinnen,
Personalvertreterinnen und Funktionärinnen Teil der Gewerkschaft zu
werden. "Frauen sind in der Gewerkschaftsbewegung unverzichtbar",
schloss Ruprecht ihre Antrittsrede.
Brigitte Ruprecht ist 1963 in Linz geboren und war bis zuletzt ÖGB
Landesfrauensekretärin in Oberösterreich, außerdem Bereichsleiterin
für Zielgruppen, PensionistInnen und Kampagnen. 2001/2002 absolvierte
sie ein feministisches Grundstudium am Rosa-Mayreder-College.
Ruprecht folgt Renate Csörgits als Frauenvorsitzende nach.
ÖGB, 3. Juni 2009 Nr. 347
Rückfragehinweis:
ÖGB Presse
Katja Dämmrich
(01) 53444 222
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