Interkulturelles Mädchenzentrum der Caritas öffnet seine Pforten

Binnenstein-Bachstein: Gelungene Integration braucht ein Gesamtkonzept

Wien (OTS) - Im April 2009 eröffnete die Caritas der Erzdiözese Wien das interkulturelle Mädchenzentrum *peppa, eine Anlaufstelle für Mädchen und junge Frauen im Alter von 10 bis 20 Jahren, in Ottakring. Werner Binnenstein-Bachstein, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien bestätigt den konsequenten Weg der Caritas:
"Integration ist möglich, und gelungene Integration ist für alle Beteiligten eine wertvolle Bereicherung und ein Gewinn. Mit der Eröffnung des interkulturellen Mädchenzentrums *peppa und dem Ausbau der Integrationsarbeit setzt die Caritas ein klares und wichtiges Zeichen gegen jede Form der Ausgrenzung, Angstmache oder Rassismus. Leider ist diese Positionierung angesichts des aktuellen EU-Wahlkampfes notwendiger und aktueller denn je."

Vielfältiges kostenloses Angebot

Das interkulturelle Mädchenzentrum *peppa in der Hasnerstraße 61 im 16. Wiener Gemeindebezirk bietet seit Anfang April soziale Begleitung und Beratung sowie Freizeitangebote in einem geschützten Rahmen. Das Angebot reicht vom offenen Mädchencafe mit Internetzugang über Lern- und Hausaufgabenhilfe und Berufs- und Ausbildungsberatung bis zu Tanz- und Kreativworkshops und Selbstverteidigungskurse. Bei persönlichen Problemen bietet das 4-köpfige Team um Leiterin Gudrun Rothschedl kompetente Beratung. Eine Allgemeinmedizinerin und eine Gynäkologin beantworten medizinischen Fragen. Ergänzt wird das Angebot durch Streetwork, d.h. aufsuchende Sozialarbeit.

Erfolgreicher Start

Bettina Schörgenhofer, Bereichsleiterin Soziale Arbeit der Caritas der Erzdiözese Wien: "Der Bedarf an Beratungseinrichtungen und Orten der Zusammenkunft in einem geschützten Rahmen ist klar zu erkennen:
Durchschnittlich besuchten in den ersten zwei Monaten rund 30 Mädchen und junge Frauen pro Tag das Mädchenzentrum. Das Streetworkangebot durch die Sozialarbeiterinnen des Mädchenzentrums ist auf großes Interesse gestoßen, denn seit der ersten Stunde werden rund 150 Erstgespräche pro Woche geführt."

Binnenstein-Bachstein bestätigt: "Integration bedeutet immer Anstrengungen für beide Seiten. Alle Beteiligten müssen Schritte aufeinander zugehen. Gerade bei jungen Menschen sehen wir, wie wichtig der Abbau von Ängsten ist. Die Regierung muss den Sorgen der Menschen beim Thema Integration mit umfassender Information und Aufklärung begegnen. Was die Menschen wirklich wollen, ist ein respektvolles und solidarisches Miteinander oder anders gesagt:
Respekt vor dem, was anderen Menschen heilig ist!

Staatssekretariat für Integration

Gerade in den letzten Wochen zeigte sich deutlich: Österreich braucht dringend ein eigenes Staatssekretariat für Integration, das in seine Entscheidungen alle relevanten Bereiche wie Bildung, Arbeitsmarkt und Soziales mit einbezieht. Aus Sicht der Caritas ist es notwendiger denn je, dass alle relevanten Ressorts eingebunden werden. Die ganze Bundesregierung ist jetzt gefordert. "Da geht es um mehr als nur um Sicherheit, daher ist das Thema im Innenministerium nicht gut aufgehoben. Gelungene Integration braucht ein Gesamtkonzept - Recht auf Familie, Aufenthaltssicherheit, Zugang zum Arbeitsmarkt, faire soziale Absicherung, Zugang zur Bildung, vertretbare Wohnverhältnisse, Möglichkeit der Teilnahme zumindest an der Kommunalpolitik.", so Binnenstein-Bachstein und ergänzt abschließend:
"Mit der neuen Einrichtung *peppa wollen wir jungen Migrantinnen und Österreicherinnen, die Möglichkeit bieten, die Schönheit der Vielfalt zu erleben und einen Ort der Begegnung schaffen."

Die finanzielle Unterstützung des Interkulturellen Mädchenzentrums wird von den PartnerInnen dem Europäischen Integrationsfonds, OMV, Mondi und der MA 17 getragen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag.(FH) Klaus Schwertner
Pressesprecher Caritas der Erzdiözese Wien
Tel.: +43 (0)1/878 12-221, Mobil: +43 (0)664/848 26 18
klaus.schwertner@caritas-wien.at
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