- 02.06.2009, 10:04:00
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Interkulturelles Mädchenzentrum der Caritas öffnet seine Pforten
Binnenstein-Bachstein: Gelungene Integration braucht ein Gesamtkonzept
Wien (OTS) - Im April 2009 eröffnete die Caritas der Erzdiözese
Wien das interkulturelle Mädchenzentrum *peppa, eine Anlaufstelle für
Mädchen und junge Frauen im Alter von 10 bis 20 Jahren, in Ottakring.
Werner Binnenstein-Bachstein, Generalsekretär der Caritas der
Erzdiözese Wien bestätigt den konsequenten Weg der Caritas:
"Integration ist möglich, und gelungene Integration ist für alle
Beteiligten eine wertvolle Bereicherung und ein Gewinn. Mit der
Eröffnung des interkulturellen Mädchenzentrums *peppa und dem Ausbau
der Integrationsarbeit setzt die Caritas ein klares und wichtiges
Zeichen gegen jede Form der Ausgrenzung, Angstmache oder Rassismus.
Leider ist diese Positionierung angesichts des aktuellen
EU-Wahlkampfes notwendiger und aktueller denn je."
Vielfältiges kostenloses Angebot
Das interkulturelle Mädchenzentrum *peppa in der Hasnerstraße 61
im 16. Wiener Gemeindebezirk bietet seit Anfang April soziale
Begleitung und Beratung sowie Freizeitangebote in einem geschützten
Rahmen. Das Angebot reicht vom offenen Mädchencafe mit Internetzugang
über Lern- und Hausaufgabenhilfe und Berufs- und Ausbildungsberatung
bis zu Tanz- und Kreativworkshops und Selbstverteidigungskurse. Bei
persönlichen Problemen bietet das 4-köpfige Team um Leiterin Gudrun
Rothschedl kompetente Beratung. Eine Allgemeinmedizinerin und eine
Gynäkologin beantworten medizinischen Fragen. Ergänzt wird das
Angebot durch Streetwork, d.h. aufsuchende Sozialarbeit.
Erfolgreicher Start
Bettina Schörgenhofer, Bereichsleiterin Soziale Arbeit der Caritas
der Erzdiözese Wien: "Der Bedarf an Beratungseinrichtungen und Orten
der Zusammenkunft in einem geschützten Rahmen ist klar zu erkennen:
Durchschnittlich besuchten in den ersten zwei Monaten rund 30 Mädchen
und junge Frauen pro Tag das Mädchenzentrum. Das Streetworkangebot
durch die Sozialarbeiterinnen des Mädchenzentrums ist auf großes
Interesse gestoßen, denn seit der ersten Stunde werden rund 150
Erstgespräche pro Woche geführt."
Binnenstein-Bachstein bestätigt: "Integration bedeutet immer
Anstrengungen für beide Seiten. Alle Beteiligten müssen Schritte
aufeinander zugehen. Gerade bei jungen Menschen sehen wir, wie
wichtig der Abbau von Ängsten ist. Die Regierung muss den Sorgen der
Menschen beim Thema Integration mit umfassender Information und
Aufklärung begegnen. Was die Menschen wirklich wollen, ist ein
respektvolles und solidarisches Miteinander oder anders gesagt:
Respekt vor dem, was anderen Menschen heilig ist!
Staatssekretariat für Integration
Gerade in den letzten Wochen zeigte sich deutlich: Österreich
braucht dringend ein eigenes Staatssekretariat für Integration, das
in seine Entscheidungen alle relevanten Bereiche wie Bildung,
Arbeitsmarkt und Soziales mit einbezieht. Aus Sicht der Caritas ist
es notwendiger denn je, dass alle relevanten Ressorts eingebunden
werden. Die ganze Bundesregierung ist jetzt gefordert. "Da geht es um
mehr als nur um Sicherheit, daher ist das Thema im Innenministerium
nicht gut aufgehoben. Gelungene Integration braucht ein Gesamtkonzept
- Recht auf Familie, Aufenthaltssicherheit, Zugang zum Arbeitsmarkt,
faire soziale Absicherung, Zugang zur Bildung, vertretbare
Wohnverhältnisse, Möglichkeit der Teilnahme zumindest an der
Kommunalpolitik.", so Binnenstein-Bachstein und ergänzt abschließend:
"Mit der neuen Einrichtung *peppa wollen wir jungen Migrantinnen und
Österreicherinnen, die Möglichkeit bieten, die Schönheit der Vielfalt
zu erleben und einen Ort der Begegnung schaffen."
Die finanzielle Unterstützung des Interkulturellen Mädchenzentrums
wird von den PartnerInnen dem Europäischen Integrationsfonds, OMV,
Mondi und der MA 17 getragen.
Rückfragehinweis:
Mag.(FH) Klaus Schwertner
Pressesprecher Caritas der Erzdiözese Wien
Tel.: +43 (0)1/878 12-221, Mobil: +43 (0)664/848 26 18
mailto:[email protected]
www.caritas-wien.at
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