• 29.05.2009, 12:56:29
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  • OTS0244 OTW0244

700 Tonnen Stahl für MedAustron

Rohmaterial zur Produktion von Magneten wird ausgeschrieben

Vereinfachte technische Zeichnung eines Magnetquadrupols. Die stromführenden Leiterspulen (grau) erzeugen ein magnetisches Feld, welches durch das Eisenjoch (gelb; bestehend aus Magnetstahl) verstärkt wird. Ähnlich einer optischen Linse für Licht, wird der Quadrupol eingesetzt, um einen Strahl von geladenen Teilchen zu fokussieren.

Wien (OTS) - MedAustron ist das geplante Zentrum für Ionentherapie
und Forschung in Wiener Neustadt, wo ab 2014 Patientinnen und
Patienten mit Protonen (Kerne des Wasserstoffatoms) oder
Kohlenstoffionen (Kerne des Kohlenstoffatoms) behandelt werden. Das
Kernstück dieser Anlage ist der Teilchenbeschleuniger, in dem diese
Teilchen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, bevor
sie in die Strahlzuführung und anschließend in die Bestrahlungsräume
münden. Mit einem Beginn des Probetriebes ist 2013 zu rechnen.

Die EU-weite Ausschreibung für 700 Tonnen Stahl dient der
Produktion der Magnete für die Beschleunigeranlage. "Die
Beschleunigeranlage besteht aus rund 300 Magneten in 30 verschiedenen
Serien. Alle Magneten werden aus dem gleichen Rohmaterial gebaut, um
einheitliches Verhalten im Betrieb sicherzustellen" erklärt Doz. Dr.
Michael Benedikt, technische Projektleiter am CERN, dem Europäischen
Kernforschungszentrum in Genf, mit dem eine enge Zusammenarbeit zur
technischen Umsetzung von MedAustron besteht.

Es handelt sich um spezielle Stahlbänder, die mit Kunststoff
beschichtet sind und sich für den Bau der erforderlichen Magnete
eignen. Nach erfolgtem Zuschlag soll das Material bis Jahresende 2009
produziert werden, damit die Magnetproduktion bis 2012 abgeschlossen
werden kann.

"Wir machen jetzt diese Ausschreibung, da in der derzeitigen
Weltwirtschaftslage die Rohstoffpreise besonders niedrig sind", so
Dr.Martin Schima Geschäftsführer der EBG MedAustron GmbH.

"Das ist die erste Beschaffung für MedAustron, wo wir etwas zum
Angreifen bekommen. Das Projekt wird jetzt nicht nur am Reißbrett,
sondern physisch umgesetzt" so der EBG MedAustron
GmbH-Aufsichtsratsvorsitzende Mag. Klaus Schneeberger.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at .

Rückfragehinweis:

EBG MedAustron GmbH
   Roman Frauenberger, MSc
   Viktor Kaplan-Straße 2, A 2700 Wiener Neustadt
   Tel.: +43 (0)2622 90878
   Fax: +43 (0)2622 90878 199
   mailto:[email protected]
   www.ebgmedaustron.at

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