• 28.05.2009, 10:18:30
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Mayer: Mit Budget im Bildungsbereich großer Wurf gelungen

Bildungsqualität für die Zukunft garantieren

Wien (SK) - "Wenn auch hart erkämpft, ist im Bildungsbereich
tatsächlich ein großer Wurf gelungen und das in Zahlen gegossene
Bildungsbudget kann sich sehen lassen", zeigte sich
SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer am Donnerstag im Nationalrat
erfreut. Mit der verbesserten Vorschule mit dem verpflichtenden
Kindergartenjahr, "wo noch vieles zu tun ist, aber bereits ein erster
Schritt gesetzt wurde", der verbesserten Sprachförderung in Schulen
und Kindergärten, der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl, sowie dem
gezielten Ausbau der Tagesbetreuung und dem neuen Weg in der
Mittelstufe, nannte Mayer wichtige Maßnahmen im Bildungsbereich,
"damit wir die Bildungsqualität, die wir heute auf Schiene bringen,
für die Zukunft garantieren können". ****

Als "wichtigen Schritt" bezeichnete Mayer, dass Bewegung in die
Sekundarstufe gekommen sei, "die in den letzten Jahren versteinert
war". Ein ebenso wichtiger Schritt wurde mit dem Aufbau der
Bildungsstandards gesetzt, "die von niemandem, der sich ein bisschen
mit Bildung beschäftigt, in Frage gestellt wird". Ebenso die
teilzentralisierte Matura, die wichtig sei und "und uns an
europäische Reife bringt", betonte Mayer. Mit dem
Kleingruppenunterricht in Berufsschulen und dem Projekt Lehre mit
Matura "gehen wir engagiert und zukunftweisend mit einem
Bildungspaket an die Arbeit, das seinesgleichen in den letzten Jahren
sucht", machte Mayer deutlich.

Zum Thema Nachhilfekosten, das in den letzten Tagen aufkam, machte
der SPÖ-Bildungssprecher deutlich, dass man durch die kleineren
Klassen mit stärkerer individueller Förderung und mehr Möglichkeiten
der LehrerInnen, Nachhilfe nicht mehr brauchen werde.

Entschieden zurückgewiesen hatte Mayer den Vorschlag von
ÖVP-Bildungssprecher Amon: "Zurückzukehren zu einer Aufnahmsprüfung,
sogar Begabungstest ab der zweiten Klasse Volksschule zu treffen -
das geht hinter die Gehrer-Ära zurück, das darf nicht sein. Wir
brauchen genau das Gegenteil."

Mayer betonte, dass "wir in der Sekundarstufe eins vier Bereiche
haben: Volksschule, Hauptschule, AHS und Neue Mittelschule. Das muss
ein teures und ineffizientes System sein". Er zeigte sich daher
überzeugt von den "offenen Kräften in der Volkspartei" und
appellierte an diese: "Gehen wir doch gemeinsam diesen
kostengünstigen Weg und schaffen wir eine gemeinsame Schule". Jene
Schule, die auch die Chancen der Talentierten verbessert.

Als eine weitere "zentrale Herausforderung" nannte der
SPÖ-Bildungssprecher die neue LehrerInnenausbildung. Er sprach sich
dafür aus, dass man in den nächsten Jahren die Voraussetzung für ein
neues Dienstrecht schafft, "damit wir junge engagierte Menschen
motivieren können, in den Lehrberuf einzusteigen, auch junge
männliche Kollegen". Mayer machte auf die Pensionswelle in den
nächsten Jahren aufmerksam, wenn rund 60.000 der 120.000 LehrerInnen
in den Ruhestand treten werde. Hier brauche man dringend Nachwuchs,
daher sei eine entsprechende Dienstrechtsreform gefordert, mit
höheren Anfangsgehältern und mehr Lehrverpflichtung zu Beginn. Dafür
forderte Mayer eine "offensive Imagekampagne, mit junge engagierte
Menschen, die sozial kompetent sind, wieder Sinn darin sehen, den
Lehrerberuf zu ergreifen". (Schluss) df

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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